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Samstag, 01.10.2016
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Umfrage: Mehrheit wünscht Energielabels auch für Computer

Kennzeichnung des Stromverbrauchs und auswechselbare Akkus wären vielen Nutzern wichtig

Gäbe es eine verpflichtende Kennzeichnung des Stromverbrauchs von Computern, würden mehr als drei Viertel der Deutschen beim Kauf eines neuen Gerätes auf den Energieverbrauch achten. Das zeigt eine aktuelle Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Mehr als zwei Drittel der Bundesbürger wünschen sich zudem, dass Computer länger nutzbar sein sollten, indem alte Akkus leichter gegen neue austauschbar sind.
Notebook

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Bei Kühlschränken, Fernsehern und Waschmaschinen ist es längst normal: Deutlich sichtbare Aufkleber und Kennzeichen zeigen bei diesen Geräten, wie viel Strom sie verbrauchen und wie energieeffizient sie sind. Bei einem unserer am häufigsten genutzten Alltags- und Arbeitsgeräte aber, dem Computer, existiert eine solche Kennzeichnung noch nicht. Anlässlich der CeBIT hat die Umweltschutzorganisation BUND daher eine Umfrage in Auftrag gegeben, um herauszufinden, wie wichtig Energieverbrauch und andere Umweltaspekte Computerbesitzern und -käufern sind.

Das Ergebnis: 76 Prozent derjenigen, die einen Computer oder Laptop besitzen, würden den Energieverbrauch des Computers in ihre Kaufentscheidung mit einbeziehen, wenn es eine verpflichtende Kennzeichnung für den Energieverbrauch ähnlich wie bei Fernsehern oder Kühlschränken gäbe. Für 23 Prozent – insbesondere für Männer und die unter 30-Jährigen - sind hingegen andere Kriterien wichtiger. „Die Verbraucher sind den Herstellern und dem Gesetzgeber voraus. Sie wollen wissen, was sie kaufen und welche Umweltauswirkungen die Produkte haben", erklärt Robert Pörschmann, BUND-Energieexperte. "Wir fordern die Computerhersteller auf, den Erwartungen ihrer Kunden endlich zu entsprechen."

Neuer, sparsamerer Rechner oder den alten länger nutzen?


Bei der Herstellung von Computern, während der Nutzung bis zur Entsorgung werden viele Rohstoffe und auch Energie verbraucht, was die Umwelt belastet. 32 Prozent der befragten Bundesbürger meinen irrtümlich, dass es für die Umwelt und Klima besser ist, wenn man sich einen neuen energiesparenden Computer bzw. Notebook kauft. 60 Prozent wissen dagegen, dass es besser ist, wenn man sein altes Gerät länger nutzt. Unter diesen sind insbesondere die 45- bis 59-Jährigen sowie die formal höher Gebildeten


Derzeit geht der Trend dazu, mobile Endgeräte wie beispielsweise Notebooks, Tablets und Smartphones zunehmend mit nicht-austauschbaren Akkus auszustatten. Wenn deren Lebensdauer abgelaufen ist, wird daher meist ein neues Gerät gekauft. Das allerdings verschwendet Ressourcen und wertvolle Rohstoffe wie Gold, Coltan und die sogenannten Seltenen Erden. Bei der Umfrage ist die Einstellung gegenüber diesem Aspekt eher unentschieden: 49 Prozent der Befragten wäre es wichtig, dass auch alte Computer oder Laptops durch neue leistungsfähigere und stromsparendere Teile wie beispielsweise neue Festplatten aufgerüstet werden können. 50 Prozent ist es dagegen eher weniger wichtig.

"Die Elektronikindustrie muss sich fragen lassen, ob ihre Umweltschutz-Ankündigungen auch halten, was sie versprechen. Aus Sicht des Ressourcenschutzes können Tablet-Computer und Smartphones nur `in` sein, wenn die Verschwendung von Energie und wertvollen Rohstoffen `out` ist“, sagt Pörschmann.

Ergebnisse der Forsa-Umfrage zum Download (PDF)
(BUND, 05.03.2013 - NPO)
 
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