• Schalter wissen.de
  • Schalter wissenschaft
  • Schalter scinexx
  • Schalter scienceblogs
  • Schalter damals
  • Schalter natur
Scinexx-Logo
Logo Fachmedien und Mittelstand
Scinexx-Claim
Facebook-Claim
Google+ Logo
Twitter-Logo
YouTube-Logo
Feedburner Logo
Donnerstag, 08.12.2016
Hintergrund Farbverlauf Facebook-Leiste Facebook-Leiste Facebook-Leiste
Scinexx-Logo Facebook-Leiste

Subduktion schon vor 3,8 Milliarden Jahren?

Plattentektonik ließ früher als gedacht Vulkane an Kontinentgrenzen entstehen

Bisher glaubte man, dass Vulkane wie am Pazifischen Feuerring frühestens vor drei Milliarden Jahren auf der Erde entstanden. Denn erst dann, so die Lehrmeinung, sorgte die Plattentektonik dafür, dass an den Plattengrenzen Gestein in die Tiefe gedrückt wurde und sich die Feuerberge auftürmten. Doch 3,8 Milliarden Jahre alte Gesteinsproben aus Grönland haben die Geologen nun eines Besseren belehrt: Sie belegen, dass es eine solche Subduktion bereits früher gab, wie sie im Fachmagazin "Geology" berichten.
Vulkanausbruch

Vulkanausbruch

Eine der Hauptquellen für den Vulkanismus ist die Bewegung der Erdplatten: Vor allem an den Subduktionszonen, dort, wo ozeanische Kruste unter die Kontinentränder gedrückt wird, türmen sich Gebirge auf. Im Untergrund kann an diesen Nahtstellen geschmolzenes Gestein - Magma - bis an die Erdoberfläche hinaufdringen und Vulkane entstehen. Die Lava, die diese Vulkane ausspeien, unterscheidet sich deutlich von derjenigen, die an Hot-Spot-Vulkanen oder an den Feuerbergen entlang der mittelozeanischen Rücken austritt. Ihre typische Signatur ist daher auch in altem, schon seit langem erstarrtem magmatischem Gestein noch nachweisbar.

Wann begann die Subduktion?


Wann die Plattentektonik und damit auch der durch Subduktion verursachte Vulkanismus auf unserem Planeten erstmals einsetzte, ist noch umstritten. Denn bisher hatte niemand Magmagestein mit der typischen Subduktions-Signatur gefunden, das älter war als rund drei Milliarden Jahre und frei von Kontamination.

Subduktion ozeanischer Kruste in Südamerika

Subduktion ozeanischer Kruste in Südamerika

Frances Jenner und ihre Kollegen von der Carnegie Institution könnten nun den lange gesuchten Beleg für eine frühe Subduktion entdeckt haben. Sie hatten Gesteinsproben aus Innersuartuut analysiert, einer Insel im Südwesten Grönlands. Die Gesteine dort gehören zu den ältesten der Erde, sie wurden auf 3,8 Milliarden Jahre datiert. Und die Untersuchungen zeigten auch, dass sie geochemisch ähnlich aufgebaut sind, wie Lava von heutigen Vulkanen aus Subduktionszonen.


"Die Innersuartuut-Proben könnten die ältesten zusammenhängenden Formationen von ozeanischen Inselbasalten repräsentieren", berichtet Jenner. Dies stärke die Vermutung, dass bereits vor 3,8 Milliarden Jahren ozeanische Kruste an Subduktionszonen in den Erdmantel hinabgedrückt worden sei.
(Carnegie Institution, 21.01.2013 - NPO)
 
Printer IconShare Icon