Scinexx-Logo
Scinexx mobil
Mobil
Jetzt neu: Nutzen Sie unser Smartphone optimiertes Angebot.
Erfahren Sie mehr
Scinexx auf Facebook
Werden Sie Scinexx-Fan und kommentieren Sie unsere Artikel auf Facebook!
Scinexx auf Facebook
Newsletter
Bestellen Sie jetzt den kostenlosen Newsletter!
Weitere Titel bei Amazon
Unser Partner
Logo Bild der Wissenschaft
Wissen erleben
Science Center
Naturkundemuseen
Sternwarten
Planetarien
Zoos
Nationalparks
Naturparks
Geoparks
Besucherbergwerke
Botanische Gärten
Schülerlabore
Lernwelten
Lernwelten

Erleben, Lernen, Wissen
Antworten auf viele Fragen zu Alltagsphänomenen, kniffelige Quizze, spannende Tipps für Entdeckernaturen und vieles mehr...

Trockener Boden fördert Sommergewitter
Neue Satellitendaten widersprechen bisherigen Annahmen
Wo gibt es nach einem heißen Sommertag am ehesten einen Regenschauer? Entgegen bisherigen Annahmen kommt es über trockenen Gebieten eher zu Wärmegewittern als in feuchten Gegenden. Das hat ein internationales Forschungsteam durch Auswertung von Satellitendaten festgestellt. Bisherige Computermodelle hatten das Gegenteil vorausgesagt - sie müssen nun neu überdacht werden, wie die Forscher im Fachmagazin "Nature" berichten.
Hoch aufragende Regenwolke über der Sahelzone in Mali
Hoch aufragende Regenwolke über der Sahelzone in Mali
© TU Wien Hoch aufragende Regenwolke über der Sahelzone in Mali
Schlechtwetterfronten, die vom Meer über den Kontinent ziehen, können große Gebiete mit Regen überziehen. Ganz anders jedoch entstehen die klassischen Sommergewitter, die oft auf kleinere Regionen beschränkt bleiben: Anstatt quer übers Land steigen hier die Luftmassen vom heißen Boden senkrecht nach oben auf. Sie bilden hohe Niederschlagswolken, die schließlich abregnen, man spricht von konvektivem Niederschlag. Oft ist diese Art von Regen am Nachmittag eines heißen Tages zu beobachten.

„Man könnte glauben, dass über feuchten Böden das Wasser eher verdunstet und zur Bildung von konvektiven Niederschlägen beiträgt“, sagt Wouter Dorigo vom Institut für Photogrammetrie und Fernerkundung der TU Wien, einer der Studienautoren. „Das würde bedeuten, dass es zu einer positiven Rückkoppelung kommt: Dort wo es feucht ist, regnet es umso mehr, wo es trocken ist, bleibt auch weiterhin der Regen eher aus.“

Neue Messdaten widersprechen den Computermodellen
In Wirklichkeit scheint es aber umgekehrt zu funktionieren: „Wir haben Daten verschiedener Satelliten ausgewertet, mit denen die Bodenfeuchte auf der ganzen Welt auf einer Größenskala von fünfzig bis hundert Kilometern gemessen wurde. Diese Daten weisen darauf hin, dass konvektiver Niederschlag eher über trockenen Böden auftritt“, erklärt Wouter Dorigo. Die gemessenen Daten stehen damit im Widerspruch zu bisherigen Computermodellen. Eine endgültige Erklärung für diesen Effekt muss erst gefunden werden. „Die Luft über trockenen Böden heizt sich leichter auf, dadurch könnte es wohl zu einer intensiveren vertikalen Luftbewegung kommen“, vermutet Dorigo. Bisher können die Computermodelle den komplexen Prozess aber noch nicht detailliert genug beschreiben.

Die Bodenfeuchte kann weltweit mit Hilfe von Satelliten gemessen werden: Man greift dabei auf Mikrowellenstrahlung zurück, die im Gegensatz zu sichtbarem Licht die Wolkendecke problemlos durchdringen kann. Entweder wird die natürliche Mikrowellenstrahlung der Erde gemessen und daraus auf die Bodenfeuchte geschlossen (passive Messung), oder der Satellit sendet gezielt Mikrowellenpulse auf die Erde und misst, wie stark dieser Puls von der Erdoberfläche reflektiert wird (aktive Messung). An der TU Wien werden diese Daten dann verarbeitet und in Bodenfeuchtigkeits-Werte umgerechnet.
Artikel drucken
Nach verwandten Themen suchen:
Wetter, Sommerregen, Regenwolken, Wärmegewitter, Niederschläge, konvektiver Niederschlag
Weitere News zum Thema
Neuer Weltrekord bei der Datenübertragung per Funk (17.05.2013)
Neue Funktechnik macht drahtlose Übertragung genauso schnell wie DSL
Titan: Erste topografische Karte des Saturnmonds (16.05.2013)
Radar-Daten der NASA-Sonde Cassini geben ersten Eindruck von Bergen und Tälern auf dem Titan
Klima: Trotz Kapriolen keine Entwarnung (08.05.2013)
DWD-Bilanz: 2012 war zwar kein Rekordjahr, aber noch immer deutlich zu warm
H7N9: Karte zeigt Ausbreitung der neuen Vogelgrippe (03.05.2013)
Influenza verbreitet sich mit Zugvögeln nach Nordwesten
Sandy brachte die Erde zum Beben (19.04.2013)
Seismische Erschütterungen durch den Supersturm waren in ganz Nordamerika zu messen
Suche
Erweiterte Suche
Offizieller Partner
Wissenschaftsjahr 2013
DOSSIER: Sieht Deutschland bald alt aus?
Diaschauen zum Thema
Naturgewalten
Stürme
Dossiers zum Thema
Regen
Wolken, Wetter, Wassertropfen
Gewitter
Potzblitz und Donnerwetter
Himmelslichter
Leuchterscheinungen in der Atmosphäre
Regen, Sonne, Wolken
Wie entsteht die Wettervorhersage?
Wetterextreme
Klimatische "Ausrutscher" oder Folgen des Klimawandels?
News des Tages
Facebook beeinflusst Wählerverhalten
Stammzelltherapie heilt Schwerhörigkeit
Arktische Polarfüchse wanderten übers Eis nach Island
Trockener Boden fördert Sommergewitter
Bücher zum Thema
Gewitter
Faszination eines Phänomens von Alex Hermant
Die Atmosphäre der Erde
Eine Einführung in die Meterologie von Helmut Kraus
Farbatlas Wetterphänomene
von Hans Häckel
Wetter & Klima
Das Spiel der Elemente - Atmosphärische Prozesse verstehen und deuten von Dieter Walch und Harald Frater
Wir Wettermacher
von Tim Flannery
Top-Clicks der Woche
1. Zucker macht Goldgewinnung "grün"
2. Ingenieur plant Stromspeicher am Meeresgrund
3. Ältestes Wasser der Erde entdeckt
4. Die Minoer kamen nicht aus Afrika
5. Merkmale des seltensten chemischen Elements enträtselt