Scinexx-Logo
Scinexx mobil
Mobil
Jetzt neu: Nutzen Sie unser Smartphone optimiertes Angebot.
Erfahren Sie mehr
Scinexx auf Facebook
Werden Sie Scinexx-Fan und kommentieren Sie unsere Artikel auf Facebook!
Scinexx auf Facebook
Newsletter
Bestellen Sie jetzt den kostenlosen Newsletter!
Weitere Titel bei Amazon
Unser Partner
Logo Bild der Wissenschaft
Wissen erleben
Science Center
Naturkundemuseen
Sternwarten
Planetarien
Zoos
Nationalparks
Naturparks
Geoparks
Besucherbergwerke
Botanische Gärten
Schülerlabore
Lernwelten
Lernwelten

Erleben, Lernen, Wissen
Antworten auf viele Fragen zu Alltagsphänomenen, kniffelige Quizze, spannende Tipps für Entdeckernaturen und vieles mehr...

Neue Solarzelle ist dünner als Spinnenseide
Folie ist leichter und flexibler als bisherige Photovoltaiktechnologien
Eine ultradünne und hochflexible Solarzelle könnte künftig winzige Flugroboter antreiben und selbst feinste Kleidungsstücke zu Energielieferanten machen. Denn die von einem internationalen Forscherteam entwickelten Energiefolien sind nur zwei Mikrometer dick und damit dünner als ein Faden Spinnenseide. Zudem lassen sie sich wie ein Stück Frischhaltefolie wiederholt zerknittern ohne Schaden zu nehmen. „Diese ultradünnen organischen Solarzellen sind zehn Mal dünner, leichter und flexibler als jeder andere zurzeit existierende Solarzellentyp“, berichten die Forscher im Fachmagazin „Nature Communications“. Mit einem Wirkungsgrad von 4,2 Prozent seien sie dennoch genauso leistungsfähig wie herkömmliche organische Solarzellen auf Glasträgern.
Solarzellfolie
Solarzellfolie
© Martin Kaltenbrunner Solarzellfolie
Mögliche Anwendungen der neuen Solarzellen seien Wetterballons, unbemannte Fluggeräte oder andere Fernerkundungssysteme, bei denen es auf das Gewicht ankomme. „Aber das gleiche gilt auch für die Ausrüstung in der Wildnis, wo leichte Energiequellen gebraucht werden“, schreiben Martin Kaltenbrunner von der Johannes Kepler Universität Linz und seine Kollegen. Auch Miniaturroboter ließen sich dadurch antreiben.

Ultradünne und hochflexible Solarzelle
Ultradünne und hochflexible Solarzelle
© Martin Kaltenbrunner Ultradünne und hochflexible Solarzelle
Standardmaterialien auf dünne Folie aufgetragen
Die neue Technologie nutzt Standardmaterialien, wie sie bereits für organische Solarzellen verwendet werden. Dennoch hat die Energiefolie nur 25 Prozent der Dicke und 45 Prozent des Gewichts der herkömmlichen organischen Solarzellen.

Als Trägersubstrat verwendeten die Forscher kein mit Indium-Zinnoxid beschichtetes Glas, sondern nur eine 1,4 Mikrometer dünne Folie aus dem Kunststoff Polyethylenterephtalat (PET). Das ist das gleiche Material, aus dem auch viele Getränkeflaschen hergestellt werden. Auf diese Folie trugen sie zwei verschiedene aktive Schichten auf, die zusammen die eigentliche organische Solarzelle bildeten.

Ultradünne PET-Folien werden in der Industrie bereits routinemäßig hergestellt. „Das erleichtert die zukünftige Massenproduktion solcher Zellen durch Rolle-zu-Rolle-Druckverfahren“, sagen die Forscher. Dabei wird die optisch aktive Schicht ähnlich wie beim Zeitungsdruck durch große Maschinen fortlaufend aufgetragen.

Solarzellfolie ist nur zwei Mikrometer dick
Solarzellfolie ist nur zwei Mikrometer dick
© Martin Kaltenbrunner Solarzellfolie ist nur zwei Mikrometer dick
Solarzelle um ein menschliches Haar gewickelt
Die neue Solarzellfolie sei so biegsam und dünn, dass man sie sogar um ein menschliches Haar wickeln könne, sagen die Wissenschaftler. Das Haar sei dabei mit 35 Mikrometern Durchmesser gut 16 Mal dicker als die Folie. Auch über die Spitze eines 1,5 Millimeter dünnen Plastikröhrchens ließ sich die Solarzellfolie drapieren ohne zu zerreißen.

In einem weiteren Experiment schoben die Forscher verschiedene Varianten dieser Solarzellfolien seitlich zusammen und zerknitterten sie dadurch. Selbst als die Solarzellen dabei um 80 Prozent komprimiert waren, lieferten sie noch Strom, wie Kaltenbrunner und seine Kollegen berichten. Knitterten und dehnten sie die Solarzellfolie 20 Mal hintereinander, überstand die ultradünne Solarzelle auch diese Behandlung mit nur geringen Einbußen in ihrer Leistungsfähigkeit. (Nature Communications, 2012; doi:10.1038/ncomms1772)
Artikel drucken
Nach verwandten Themen suchen:
Solarzellen, Erneuerbare Energien, Photovoltaik, Energie, Strom, Roboter, Spinnen, Seide, Textilien, Kleidung
Weitere News zum Thema
"Baumkuchen-Material" macht Solarzellen effektiver (13.02.2013)
Ultradünne Oxidschichten erhöhen die Stromausbeute und machen Sülarzellen dünner
Nanoteilchen graben kleinste Tunnel der Welt (24.01.2013)
Nickelatome erzeugen winzige Röhren in Graphit - quasi wie von selbst
Schwingungen steuern Plasma-Beschichtung (18.10.2012)
Physiker entwickeln Technologie, um Solarzellen schneller zu fertigen
Forscher bauen biologisch abbaubare Computerchips (28.09.2012)
"Transiente Elektronik" löst sich nach gewisser Zeitspanne auf
Kabelloser Wächter meldet offene Fenster (03.09.2012)
Warnmeldung kommt auch aufs Handy
Suche
Erweiterte Suche
Offizieller Partner
Wissenschaftsjahr 2013
DOSSIER: Sieht Deutschland bald alt aus?
Diaschauen zum Thema
Organische Solarzellen
Solarenergie
Häuser als Kraftwerke
Masdar City
Energieeffizienz
Roboter - das Update
Dossiers zum Thema
Sonnige Aussichten mit organischen Solarzellen?
Mehr Effektivität für die flexiblen „Sonnensammler“
Solarenergie
Das Öl der Zukunft
Erneuerbare Energien
Welche Zukunft haben die "Ressourcen der Zukunft"
Intelligente Kleidung
Hightech-Textilien auf dem Vormarsch
Energie-Produzent Gebäude
Wie Häuser zu Kraftwerken werden
Gelehrige Gehilfen
Roboter auf dem Vormarsch – das Update
News des Tages
Neue Solarzelle ist dünner als Spinnenseide
Müde Hunde werden waghalsiger
Ameisen: Impfen schützt vor Pilzinfektionen
Europa: Schwächelnder Golfstrom beschert mehr Superstürme
Pflanzen imitierten Duft von Käfern
Bücher zum Thema
Sonnige Aussichten
Wie Klimaschutz zum Gewinn für alle wird von Franz Alt
Die grüne Revolution
Aubruch in ein neues Energiezeitalter von Marc Beise und Hans-Jürgen Jakobs (Herausgeber)
Erneuerbare Energien
Mit neuer Energie in die Zukunft von Sven Geitmann
Öko
Al Gore, der neue Kühlschrank und ich von Peter Unfried
Energieeffizienz
Ein Lehr- und Handbuch von Martin Pehnt
Was sind die Energien des 21. Jahrhunderts?
Der Wettlauf um die Lagerstätten von Hermann-Josef Wagner
Roboter
Geschichte - Technik - Entwicklung von Daniel Ichbiah
Top-Clicks der Woche
1. Giftiges Mutterkorn breitet sich an der Nordsee aus
2. Neandertaler-Mütter stillten ihre Kinder genauso kurz wie wir
3. Kluge Hirne sind wählerisch
4. Himmelsschauspiel: Planetendreieck am Abendhimmel
5. Urzeit-Wald auf Baustelle entdeckt