• Schalter wissen.de
  • Schalter wissenschaft
  • Schalter scinexx
  • Schalter scienceblogs
  • Schalter damals
  • Schalter natur
Scinexx-Logo
Logo Fachmedien und Mittelstand
Scinexx-Claim
Facebook-Claim
Google+ Logo
Twitter-Logo
YouTube-Logo
Feedburner Logo
Samstag, 25.03.2017
Hintergrund Farbverlauf Facebook-Leiste Facebook-Leiste Facebook-Leiste
Scinexx-Logo Facebook-Leiste

Software schlägt Hintergrundmusik für Fotos vor

Programm soll beim Erstellen von Diaschows und Filmen helfen

Eine neue Software hilft dabei, ohne großen, zeitlichen Aufwand genau die Musikstücke zu finden, die zu den Aufnahmen vom vergangenen Badeurlaub oder Städtetrip passen. Das "Picasso" getaufte Programm nutzt dabei ddas Wissen von Filmregisseuren, um für ein oder mehrere Bilder den passenden Soundtrack vorzuschlagen. „Filmregisseure wissen und achten in der Regel sehr genau darauf, welche Melodie auf eine Szene passt“, erklärt Sebastian Michel vom Saarbrücker Exzellenzcluster.
Das Programm Picasso schlägt Musik entsprechend den Bildern vor

Das Programm Picasso schlägt Musik entsprechend den Bildern vor

Möglich macht dies ein dreistufiges Verfahren, das Michel und Stupar ersonnen haben. Für das ausgewählte Bild werden in einer Datenbank eine festgelegte Anzahl von Filmszenen bestimmt, die in mehreren Merkmalen mit dem Suchbild übereinstimmen. Die Datenbank haben die beiden Forscher selbst aufgebaut, indem sie 50 Filme in Bilder und dazugehörige Soundtracks zerlegten und diese abspeicherten. In der zweiten Stufe bestimmt die Software für jeden Soundtrack einer gefundenen Filmszene eine Liste ähnlicher Lieder.

Diese Vielzahl von Listen und Liedern werden dann in der dritten Phase mittels eines ausgeklügelten Rechenverfahrens auf ein Paar der stimmigsten Lieder reduziert, die dann der Anwender als Vorschläge erhält. Eine Liste von Vorschlägen mache auch deswegen Sinn, weil einzelne Fotos bei Anwendern unterschiedliche Assoziationen hervorriefen, so Michel. „Das Bild eines einzelnen Haus in der Natur verbinden manche mit einem romantischen Wochenende, andere dagegen mit Einsamkeit“, erklärt Michel.

Ausprobieren über App doer Demo-Webseite


Neugierige können sich auf der Demo-Webseite von Picassos Trefferquote selber überzeugen. Sie können aber auch die App „PicasSound“ nutzen, die für iPhone und Android-Smartphones kostenlos erhältlich ist. Diese sucht den passenden Soundtrack unter den Musikstücken, die man selber auf seinem Smartphone abgespeichert hat.


Michel und Stupar wollen nun Picasso dahingehend erweitern, dass es nicht nur automatisch Videos, sondern auf der Grundlage von Text auch Hörbücher und Hörspiele vertont. Darüber hinaus planen die Forscher, in ihr Vorschlagsystem noch mehr den Musik- und Filmgeschmack des jeweiligen Anwenders zu integrieren.

Online-Demo der Picasso-Software
(Universität Saarland, 17.02.2012 - NPO)
 
Printer IconShare Icon