|
|
Scinexx mobil |
|
|
Jetzt neu: Nutzen Sie unser Smartphone optimiertes Angebot.
Erfahren Sie mehr
|
|
|
|
|
|
|
|
Scinexx auf Facebook |
|
Werden Sie Scinexx-Fan und kommentieren Sie unsere Artikel auf Facebook!
Scinexx auf Facebook
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Lernwelten |
|
 |
Erleben, Lernen, Wissen Antworten auf viele Fragen zu Alltagsphänomenen, kniffelige Quizze, spannende Tipps für Entdeckernaturen und vieles mehr...
|
|
|
|
|
|
|
|
| Hochseefischer gab es schon vor 42.000 Jahren |
| Urzeitliche Fischknochen und Angelhaken verraten Fangtechniken der Frühmenschen |
|
|
Schon vor 42.000 Jahren beherrschten unsere Vorfahren das Fischen auf hoher See. Das zeigen Funde von urzeitlichen Fischknochen und Fangwerkzeugen in einer einst von Frühmenschen bewohnten Höhle in Osttimor. Auch die ältesten Angelhaken der Menschheitsgeschichte habe man bei Ausgrabungen an diesem Lagerplatz entdeckt, berichtet ein internationales Forscherteam im Fachmagazin „Science“. |
|
|
|
|  | Jerimalai-Höhle © Susan O'Connor  | „Die Funde aus Osttimor demonstrieren, wie hochentwickelt und vielfältig die Fischfangtechniken der frühen Menschen in dieser Region bereits waren", sagen Susan O'Connor von der Australian National University in Canberra und ihre Kollegen. Vermutlich hätten unsere Vorfahren es diesen Fähigkeiten verdankt, dass sie vor rund 50.000 Jahren eher karge Inselwelt Ozeaniens durchqueren und Australien besiedeln konnten.
„Obwohl die Menschen schon damals das Meer überquerten, um nach Australien zu gelangen, gab es bisher kaum Belege für Fischfang aus dieser Zeit“, meinen die Forscher. Hinweise gab es nur darauf, dass unsere Vorfahren Fische in Ufernähe per Speer erlegten oder Muscheln und andere Meeresfrüchte sammelten.
 | | 11.000 Jahre alter Angelhaken © Susan O'Connor  | Neue Funde in der Jerimalai-Höhle
Die neuen Funde aus der Jerimalai-Höhle in Osttimor belegen nun, dass der Mensch vor 42.000 Jahren auch schon mit Booten auf dem offenen Meer Fische fing. Wie die Forscher berichten, stammen rund die Hälfte aller Fischknochen aus der frühen Besiedlungsphase der Höhle von Thunfischen und anderen Hochseefischarten.
„Noch ist unklar, mit welcher Fangmethode die Bewohner der Jerimalai-Höhle diese Fische fingen“, schreiben die Wissenschaftler. Die Thunfischknochen in der Höhle stammen meist von Jungfischen. Da diese über Hakenleinen weniger häufig gefangen werden, gehen die Forscher davon aus, dass die frühen Fischer Netze benutzten.
|  | Ostende der Insel Osttimor © Susan O'Connor  | Das Angeln kam erst nach dem Hochseefischen
Die Technik des Angelns entwickelten die Bewohner von Jerimalai offenbar erst Tausende von Jahren nach den anderen Hochsee-Fangmethoden. Die ältesten in der Höhle entdeckten Angelhaken stammen aus der Zeit vor 23.000 Jahren. „Sie sind damit der früheste eindeutige Beleg für die Herstellung von Angelhaken weltweit“, sagen O'Connor und ihre Kollegen.
Etwa zeitgleich mit den ersten Angelhaken sei auch der Anteil von Zackenbarsch- und Stachelmakrelenknochen in den Höhlenablagerungen dramatisch angestiegen, berichten die Wissenschaftler. Sie gehen davon aus, dass unsere Vorfahren diese großen Raubfische mit Hakenleinen und Angeln fingen. (Science, 2011; doi:10.1126/science.1207703)
|
|
| (Science / dapd, 25.11.2011 - NPO) |
|
|
|
Artikel drucken |
|
| |
| Nach verwandten Themen suchen: |
|
|
| |
| Weitere News zum Thema |
Neandertaler-Mütter stillten ihre Kinder genauso kurz wie wir (23.05.2013) Fossiler Backenzahn liefert einen Einblick in die Kinderstube unserer fernen Vettern |
"Hobbit" hatte mehr im Kopf als gedacht (17.04.2013) Inselverzwergung könnte kleine Größe und geringes Hirnvolumen von Homo floresiensis erklären |
Moderner Mensch verließ Afrika doch relativ spät (22.03.2013) Auswanderung nach Europa begann erst vor maximal 95.000 Jahren |
China: Frühmensch-Genom entschlüsselt (22.01.2013) Verwandtschaftsbeziehungen anhand von 40.000 Jahre alter DNA |
Menschen brauchen schon seit Urzeiten Fleisch (05.10.2012) Bruchstücke eines 1,5 Millionen Jahre alten Schädels zeigen deutliche Mangelerscheinungen des tierischen Produkts |
|
|
|
|
|