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Freitag, 21.07.2017
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Gingko gegen Demenz?

Doppelblindstudie soll Wirksamkeit bei Frühstadium testen

Traditionell als pflanzliche Therapie gegen Kreislauferkrankungen eingesetzt, könnte sich Gingko zukünftig auch als Mittel gegen Demenz bewähren. In London beginnt eine Studie, die die Wirksamkeit des Pflanzenpräparats an Patienten mit Gedächtnisstörungen, einem frühen Symptom von Demenz, getestet werden soll.
Gingko

Gingko

Die Studie an 250 Patienten über 55 Wochen ist der erste Test an Demenzpatienten in frühem Stadium, vorherige Untersuchungen konzentrierten sich auf bereits stationär in Krankenhäusern betreute Fälle. „Wir glauben, dass Gingko sich in der vertrauten Umgebung der Patienten als wirksamer erweisen könnte“, erklärt James Warner, Psychiater von Imperial College in London und Leiter der Studie. „Diese Studie wird uns helfen herauszufinden ob im Falle von Gingko die Behandlungsdevise lautet ‚Je früher desto besser‘.“

Gingko erweitert die Blutgefäße und soll so auch die Durchblutung des Gehirns verbessern, zudem verdünnt es das Blut und mindern so das Risiko für Verklumpungen. Möglicherweise könnte das Präparat auch antioxidative Effekte aufweisen und so die Nervenzellen vor einem biologischen „Rosten“ schützen. „Alle diese Effekte deuten darauf hin, dass Gingko einen degenerativen Prozess wie Demenz verlangsamen könnte“, erklärt Warner.

Allein in Grossbritannien sind nach Schätzungen rund 700.000 Menschen von Demenz betroffen, 60 Prozent von diesen leiden unter Alzheimer. Gingko könnte eine günstigere Alternative zu konventionellen Medikamenten bilden und weniger Nebenwirkungen wie Übelkeit, Müdigkeit und Durchfall haben. Die Teilnehmer der Doppelblindstudie werden ihre konventionellen Arzneimittel für den altersbedingten Gedächtnisverlust auch während der Studie weiter nehmen. Sechs Monate lang erhalten sie zusätzlich zwei Mal täglich 60 Milligramm Gingkoextrakt oder ein Placebo. Die Forscher untersuchen bei jedem Probanden vor und während der Therapie die kognitiven Funktionen, die Lebensqualität und das Verhalten.
(Imperial College of Science, London, 20.08.2004 - NPO)
 
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