• Schalter wissen.de
  • Schalter wissenschaft
  • Schalter scinexx
  • Schalter scienceblogs
  • Schalter damals
  • Schalter natur
Scinexx-Logo
Logo Fachmedien und Mittelstand
Scinexx-Claim
Facebook-Claim
Google+ Logo
Twitter-Logo
YouTube-Logo
Feedburner Logo
Samstag, 21.10.2017
Hintergrund Farbverlauf Facebook-Leiste Facebook-Leiste Facebook-Leiste
Scinexx-Logo Facebook-Leiste

Mogelnder Schädelforscher unter Beschuss

Staatsanwaltschaft und Universität ermitteln

Gegen den Frankfurter Anthropologie-Professor Reiner Protsch-von Zieten sind öffentliche Vorwürfe erhoben worden, Schädeldatierungen gefälscht zu haben. Jetzt hat auch die Universität Frankfurt reagiert und hat die Vorwürfe an den Ombudsmann und die inneruniversitäre Kommission zum Umgang mit wissenschaftlichem Fehlverhalten weitergeleitet.
Schädel eines Jetztmenschen (links) und eines Neandertalers

Schädel eines Jetztmenschen (links) und eines Neandertalers

Die Kommission hat nach Vorprüfung der Vorwürfe die Aufgabe, diesen in einer förmlichen Untersuchung nachzugehen und der Hochschulleitung einen Bericht sowie Empfehlungen zum weiteren Verfahren vorzulegen. Die Verfahrensschritte sind in einer Empfehlung der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) 'zum Umgang mit wissenschaftlichem Fehlverhalten an den Hochschulen' niedergelegt. Die Universität Frankfurt hatte 1998 als eine der ersten Universitäten in Deutschland diesen Verhaltenskodex und die damit verbundenen Verfahrensschritte verbindlich beschlossen.

Gegen Prof. Protsch-von Zieten ermittelt derzeit auch die Frankfurter Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Unterschlagung. Die Ermittlungen in diesem Fall sind noch nicht abgeschlossen. Im Rahmen eines auf den gleichen Verdacht bezogenen universitären Disziplinarverfahrens wurde Professor Protsch von Zieten im April 2004 vorläufig des Dienstes enthoben; das Disziplinarverfahren wurde eingeleitet.

Der Kanzler der Universität Frankfurt, Hans Georg Mockel, betonte, dass die Hochschulleitung der Universität Frankfurt den ermittelnden Institutionen schnell und rückhaltlos zuarbeite und sehr auf eine Klärung der Vorgänge dränge: "Unsere Verpflichtung liegt darin, diese Verfahren zu unterstützen. Daher enthalten wir uns auch derzeit jeder Kommentierungdieser laufenden Verfahren und bitten um Verständnis für diese Zurückhaltung. Erst wenn die Ergebnisse der Ermittlungen vorliegen, werden - wenn notwendig - weitere Schritte eingeleitet."
(Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt (Main), 19.08.2004 - NPO)
 
Printer IconShare Icon