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Sonntag, 28.08.2016
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EU-Umfrage: Klimawandel wichtiger als Wirtschaftskrise

Globale Erwärmung macht Europäern mehr Sorge als wirtschaftliche Lage

Der Klimawandel macht den Europäern mehr Sorge als die wirtschaftliche Lage. Dies ist das Ergebnis einer neuen Eurobarometer-Sonderumfrage. Über zwei Drittel der Europäer betrachten den Klimawandel demnach als sehr ernstes Problem. Für 51 Prozent der EU-Bürger ist er die größte globale Bedrohung, in Deutschland sind sogar 66 Prozent dieser Meinung.
Atmosphäre

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Dagegen sehen etwas weniger als die Hälfte der Europäer die wirtschaftliche Situation als größtes Problem, in Deutschland sind dies 27 Prozent. Fast 79 Prozent der befragten Deutschen (EU: 80 Prozent) sind der Ansicht, dass die Bekämpfung des Klimawandels und ein effizienter Energieverbrauch Wirtschaft und Beschäftigung fördern können.

Klimaproblem in Angriff nehmen


Connie Hedegaard, EU-Kommissarin für Klimapolitik, erklärte: „Die Umfrage zeigt, dass die deutliche Mehrheit der Europäer von ihren Politikern und Wirtschaftsführern erwartet, das ernste Klimaproblem jetzt in Angriff zu nehmen. Insbesondere die Tatsache, dass mehr als drei Viertel der Europäer die Verbesserung der Energieeffizienz als Mittel zur Schaffung neuer Arbeitsplätze betrachten, ist ein deutliches Signal an die Entscheidungsträger in Europa."

68 Prozent der europaweit Befragten sprachen sich dafür aus, die Besteuerung stärker am Energieverbrauch auszurichten. In jedem Mitgliedstaat war eine Mehrheit für eine solche Verlagerung. In allen 27 Mitgliedstaaten gehen die Menschen davon aus, dass sich die Europäische Union bis Mitte des Jahrhunderts zu einer klimafreundlichen Gesellschaft mit geringem CO2-Ausstoß entwickeln wird.


Weitere wichtige Ergebnisse der Umfrage:


68 Prozent der Befragten betrachten den Klimawandel als sehr ernstes Problem (gegenüber 64 Prozent im Jahr 2009). Insgesamt 89 Prozent halten ihn für ein ernstes Problem („sehr ernst“ oder „ziemlich ernst“). Auf einer Skala von 1 bis 10 wurde der Klimawandel mit 7,4 bewertet (gegenüber 7,1 im Jahr 2009).

Insgesamt wurde der Klimawandel als das zweitgrößte Problem angesehen, mit dem die Menschheit konfrontiert ist - nach Armut, Hunger und Mangel an Trinkwasser, die als ein zusammenhängendes Problem betrachtet wurden.

Die Europäer betrachten die Bekämpfung des Klimawandels vor allem als Aufgabe der nationalen Regierungen, der EU und der Wirtschaft. Nur 21 Prozent waren der Auffassung, selber eine persönliche Verantwortung zu tragen, doch weitere 23 Prozent erklärten spontan, dass alle Akteure (sie selbst mit eingeschlossen) eine gemeinsame Verantwortung haben.

Nur knapp über die Hälfte der Befragten gaben an, sie hätten in den vergangenen sechs Monaten Maßnahmen irgendeiner Art zur Bekämpfung des Klimawandels getroffen. Dieser Anteil erhöhte sich jedoch, als gefragt wurde, was im Einzelnen unternommen worden war: So erklärten 66 Prozent, sie hätten ihre Haushaltsabfälle reduziert und recycelt, was die am stärksten verbreitete Maßnahme darstellt.
(EU-Kommission, 10.10.2011 - DLO)
 
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