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Freitag, 09.12.2016
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Austernpilze senken den Cholesterinspiegel

Studie zeigt positiven Einfluss auf Blutfette

Wer zu erhöhten Cholesterinwerten neigt, sollte öfter Austernpilze auf seinem Speisezettel haben. Eine Studie von Forschern der Leibniz Universität Hannover hat ergeben, dass der regelmäßige Verzehr von Austernpilzen den Blutfettspiegel positiv beeinflussen kann. In den Pilzen sei eine eine Substanz enthalten, die die Cholesterinsynthese hemmen kann, berichten die Forscher.
Austernpilz

Austernpilz

Für die Studie untersuchten Forscher um Andreas Hahn und Inga Schneider die Wirkung von Inhaltsstoffen der Austernpilze auf das Lipidprofil beim Menschen. Drei Wochen lang stellten 20 Studierende mit leicht erhöhtem Cholesterinspiegel dafür ihre Ernährung in den Dienst der Wissenschaft. Eine Gruppe löffelte täglich 600 Millilieter Suppe aus getrockneten Austernpilzen, die Kontrollgruppe aß die gleiche Menge Tomatensuppe. Regelmäßig maßen die Forscher in diesem Zeitraum die Konzentrationen verschiedener Blutfette bei den Probanden.

Cholesterinwerte deutlich niedriger bei Pilzsuppen-Essern


Das Ergebnis: Bei den Männern und Frauen, die Pilzsuppe aßen, ergab sich eine signifikante Senkung von sogenannten Triglyceriden im Blut im Vergleich zur Kontrollgruppe. Hohe Triglycerid- Werte gelten als Risikofaktoren für kardiovaskuläre Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall oder können zu einer Entzündung der Bauchspeicheldrüse führen. Außerdem stellten die Forscher während der drei Wochen bei der Gruppe, die Pilzsuppe zu sich nahm, eine wesentliche Senkung von oxidiertem LDL-Cholesterin sowie der Gesamtcholesterin-Konzentration fest.. Auch ein leichter Abfall der LDL-Cholesterin-Spiegel wurde nachgewiesen. LDL wird im Gegensatz zum HDL als „schlechtes“ Cholesterin bezeichnet. LDL wird maßgeblich für die Entwicklung einer Gefäßverkalkung verantwortlich gemacht.

Pilze enthalten Cholesterin-Hemmstoff und viele Ballaststoffe


„In Austernpilzen ist eine Substanz enthalten, die die Cholesterinsynthese hemmen kann. Außerdem enthalten sie relativ viele Ballaststoffe, die durch die Bindung von Gallensäuren im Darm, die zu 80 Prozent aus Cholesterin bestehen, zur Ausscheidung von Cholesterin beitragen“, erklärt Inga Schneider. „Damit kann der regelmäßige Verzehr von Austernpilzen zur Vorbeugung kardiovaskulärer Erkrankungen beitragen.“


Zuvor war die positive Wirkung von Austernpilzen lediglich bei Untersuchungen an Tieren nachgewiesen worden. „Nach wie vor können wir aber nur Vermutungen anstellen“, sagt.Schneider. „Die genaue Wirkung ist noch nicht erforscht, deshalb würden wir unsere Untersuchungen gerne weiterführen und mit einem Extrakt aus dem Austernpilz arbeiten.“
(Leibniz Universität Hannover, 31.08.2011 - NPO)
 
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