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Freitag, 24.03.2017
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Haustiere machen gesund

Studie: Tierhalter müssen seltener zum Arzt

Wer sich ein Haustier hält lebt gesünder und geht weniger oft zum Arzt. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Studie in Deutschland. Demnach lag die Zahl der Arztbesuche bei Menschen ohne Haustiere um 18,5 Prozent höher als bei jenen mit Tieren im Haushalt.
Haustier Katze

Haustier Katze

Die Längsschnittanalyse basierte auf der Basis von Daten des deutschen Sozio-ökonomischen Panels (SOEP), das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wird. Die Wissenschaftler Bruce Headey (Melbourne) und Markus Grabka vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) verglichen dabei die Daten der Jahre 1996 und 2001 miteinander.

Für die Studie wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gefragt, wie oft sie in den vergangenen drei Monaten einen Arzt aufgesucht hatten. In der Gruppe der Haustierbesitzer fiel die Zahl der Arztbesuche in diesen fünf Jahren von 2,8 (1996) auf 2,7 Arztbesuche im Jahr 2001, obwohl die Befragten in diesem Zeitraum fünf Jahre älter geworden sind und man daher eher eine Zunahme der Arztbesuche hätte erwarten können. Bei den Befragten ohne Haustiere stieg hingegen die Zahl der Arztbesuche im gleichen Zeitraum von 3 auf 3,2. Der Zusammenhang gilt für Frauen und Männer, für Jüngere und Ältere, mit ihrem Leben Zufriedene und Unzufriedenere. Voraussetzung scheinen allerdings auch die für die Haustierhaltung günstigen Lebensumstände zu sein, wie etwa das Leben im eigenen Haus.

Nach der Analyse der Wissenschaftler hat auch die Dauer des Haustierbesitzes einen Einfluss auf die Gesundheit. Offensichtlich profitieren vor allem jene, die ihr Tier länger als fünf Jahre besaßen. Die Kehrseite der Medaille: Der Verlust des Haustiers führt dazu, dass soviel Arztbesuche gemacht werden wie in der Gruppe ohne Haustiere.


Im Rahmen des SOEP werden seit 1984 jedes Jahr Daten über die Bevölkerung in Deutschland erhoben. Das Besondere ist, dass möglichst immer wieder dieselben Personen befragt werden, so dass man anhand einer großen Bandbreite von Fragen die Veränderungen in den Lebensverhältnissen der einzelnen Menschen und Haushalte über die Zeit beobachten kann. Im vergangenen Jahr umfasste die Stichprobe mehr als 12.000 Haushalte mit fast 24.000 Personen. Themenschwerpunkte sind unter anderem Haushaltszusammensetzung, Erwerbs- und Familienbiographie, Erwerbsbeteiligung und berufliche Mobilität, Einkommensverläufe, Gesundheit und Lebenszufriedenheit.
(BMBF, 13.08.2004 - NPO)
 
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