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Dienstag, 17.10.2017
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Juni 2011: Sechster zu warmer Monat in Folge

Deutscher Wetterdienst legt Ergebnisse seiner rund 2.000 Messstationen vor

Der Juni 2011 war zu warm und vor allem recht wechselhaft - und der sechste zu warme Monat in Folge in diesem Jahr. Dies meldete jetzt der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2.000 Messstationen. Dennoch konnten sich die Deutschen nur in der ersten und letzten Dekade über ein paar sommerliche Tage freuen.
Sonnenlicht als Klimafaktor

Sonnenlicht als Klimafaktor

Ab dem 27. Juni bescherte schließlich eine kurze, aber heftige Hitzewelle Deutschland die bisher höchsten Temperaturen des Jahres. Im restlichen Monat überwog eine sehr unbeständige, zeitweise auch etwas kühlere Witterung, in deren Verlauf örtlich extreme Wetterereignisse wie Gewitter, Starkregen, Hagel und orkanartige Böen auftraten, so der DWD.

Juni 1,2 Grad zu warm


Mit 16,6°C lag die durchschnittliche Temperatur im Juni 2011 nach Angaben der Meteorologen bundesweit um 1,2°C über dem vieljährigen Durchschnitt von 15,4°C. Besonders zum Monatsbeginn wurden noch recht niedrige Temperaturen registriert. So meldete beispielsweise Worpswede-Hüttenbusch nördlich von Bremen mit 1,0 °C in der Luft und -2,8°C am Erdboden die bundesweit tiefsten Werte.

Mit einer kurzen schwülwarmen, teilweise auch heißen Periode mit Temperaturen örtlich über 30°C Grad wurde in der Folge eine sehr unbeständige, teilweise auch kühle Witterungsphase eingeleitet. Am 28. Juni maß der DWD dann die bisher höchsten Temperaturen des Jahres mit Spitzenwerten über 30°C Grad. In Geilenkirchen war es mit 36°C am heißesten.


Dürreperiode beendet


Beim Niederschlag war der heute zu Ende gehende Monat nach Angaben der „Wetterfrösche“ eher unauffällig. Mit rund 85 Litern pro Quadratmeter (l/m²) wurde das für Deutschland im Juni typische Soll genau erreicht. Damit ging eine viermonatige, teilweise extreme Dürreperiode zu Ende.

Am 18. und 19. Juni brachte das vom Atlantik zur Ostsee ziehende Tief „Fabian“ vor allem Norddeutschland herbstlich anmutendes stürmisches, kühles und niederschlagsreiches Wetter. Viele von der Trockenheit betroffene Branchen wie die Land- und Forstwirtschaft konnten aufatmen. Allerdings sorgten starke Gewitter mit teils extremen Starkniederschlägen sowie Hagel und Sturmböen für Überschwemmungen und Verwüstungen. In Hessen wurden nach Angaben des DWD auch Tornados beobachtet.

Am 22. Juni beschädigten dann dem DWD zufolge während eines Gewitters in Teilen Sachsens, Brandenburgs und Sachsen-Anhalts umgestürzte Bäume Stromleitungen, so dass in zahlreichen Haushalten der Strom ausfiel. Nassester Ort in Deutschland war laut den Meteorologen im Juni Oy-Mittelberg im Allgäu mit 269 l/m², der trockenste Cottbus mit 21 l/m².

Sonnenscheinsoll leicht überschritten


Trotz des unbeständigen Witterungsverlaufs wurde das langjährige Klimamittel von 192 Sonnenstunden um fünf Stunden übertroffen. Dabei schien die Sonne im Nordosten länger als im Süden. So meldete die Ostseeinsel Greifswalder Oie die bundesweit höchste Sonnenscheindauer von 313 Stunden (269 Stunden).
(Deutscher Wetterdienst (DWD), 30.06.2011 - DLO)
 
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