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Dienstag, 17.10.2017
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Startschuss für Ostsee-Windpark Baltic 1

Bundeskanzlerin Angela Merkel nimmt Anlage offiziell in Betrieb

Mit einem symbolischen Knopfdruck hat Bundeskanzlerin Angela Merkel gestern Deutschlands ersten kommerziellen Offshore-Windpark in Betrieb genommen. Baltic 1 in der Ostsee besteht aus 21 Anlagen und besitzt eine installierte Leistung von rund 50 Megawatt.
Offshore-Windpark

Offshore-Windpark

„Damit wird in der Tat ein neues Kapitel der Energiegewinnung in Deutschland aufgeschlagen“, so Merkel im Rahmen der Veranstaltung. Und Rainer Brüderle, Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, ergänzte: „Nach den ersten Erfolgen in der Nordsee im vergangenen Jahr ziehen wir jetzt auch in der Ostsee nach. Die Inbetriebnahme des ersten Offshore-Windparks in der Ostsee ist eine ganz wichtige Wegmarke auf unserem Kurs ins regenerative Zeitalter. Das gilt nicht nur für die Errichtung der Windräder, sondern auch für die Netzanbindung.“

Brüderle fordert leistungsstarke Stromautobahnen


Voraussetzung für den Erfolg der Offshore-Windenergie sei auch die richtige Netzinfrastruktur. Gerade ein Windpark wie Baltic I mache deutlich: „Wir brauchen moderne und leistungsstarke Stromautobahnen, um die Erzeugungszentren in Nord- und Ostsee mit den Verbrauchszentren im Süden zu verbinden. Das Thema Netzausbau, insbesondere die Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren, wird daher auch zentraler Bestandteil eines Treffens sein, zu dem ich meine Amtskollegen aus den Bundesländern für den kommenden Montag nach Berlin eingeladen habe“, so Brüderle.

Strom für 50.000 Haushalte


Der Windpark Baltic 1 des Energieversorgungsunternehmens EnBW besteht aus 21 Windkraftanlagen und verfügt über eine Leistung von insgesamt rund 48,3 Megawatt. Jährlich soll die etwa 16 Kilometer nördlich der Halbinsel Darß/Zingst gelegene Anlage bis zu 185 Gigawattstunden Strom produzieren. Das entspräche dem Bedarf von 50.000 Haushalten.

In der Nordsee war bereits im letzten Jahr das Offshore-Testfeld Alpha Ventus in Betrieb gegangen. Zudem wurden dort bereits Teile des Offshore-Windparks BARD I errichtet und an das Stromnetz angeschlossen.


25 Gigawatt Strom bis 2030


Bis zum Jahr 2030 sollen Offshore-Windanlagen nach Angaben der Bundesregierung bis zu 25 Gigawatt Strom erzeugen und damit die Jahresleistung von rund 20 Atomkraftwerken ersetzen. Die Windenergie könne so über 25 Millionen Menschen mit „grünem“ Strom versorgen.
(Bundesregierung online, Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, wpd, 03.05.2011 - DLO)
 
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