• Schalter wissen.de
  • Schalter wissenschaft
  • Schalter scinexx
  • Schalter scienceblogs
  • Schalter damals
  • Schalter natur
Scinexx-Logo
Logo Fachmedien und Mittelstand
Scinexx-Claim
Facebook-Claim
Google+ Logo
Twitter-Logo
YouTube-Logo
Feedburner Logo
Freitag, 26.05.2017
Hintergrund Farbverlauf Facebook-Leiste Facebook-Leiste Facebook-Leiste
Scinexx-Logo Facebook-Leiste

Gentests sollen Therapie optimieren

Reaktion auf Medikamente oft genetisch bedingt

Ein Gentest könnte künftig bei zahlreichen Erkrankungen darüber Auskunft geben, mit welchen Medikamenten in welcher Dosierung der beste Therapieerfolg zu erzielen und ob mit Nebenwirkungen zu rechnen ist. Darauf setzt Dr. Winfried Siffert, Professor für Pharmakologie am Essener Universitätsklinikum.
DNA

DNA

Gemeinsam mit dem Unterehmen Medigenomix erforscht Siffert Veränderungen in Genen, die G-Proteine produzieren. G-Proteine kommen in allen Zellen des menschlichen Körpers vor und steuern alle Zellfunktionen. "Das Prinzip, das wir erforschen, ist relativ einfach zu erklären", sagt Siffert. "Bei bestimmten Veränderungen in G-Protein-Genen kommt es zu einer geänderten Signalverarbeitung in den Körperzellen. Damit verbunden sind geänderte Krankheitsverläufe, insbesondere wird aber auch das Ansprechen auf Arzneimittel beeinflusst".

Das Ziel, über Gentests die therapeutischen Erfolge oder Risiken beim Einsatz bestimmter Medikamente abschätzen zu können, hält Siffert für absolut realistisch: "Wir sind sicher, dass die von uns entwickelten Tests zukünftig zum medizinischen Standard gehören werden." Patienten mit Herz-Kreislauf- und Krebserkrankungen könnten seiner Einschätzung nach von den Tests profitieren.

Gefördert wird das Projekt von der BMBF-Initiative BIOChancePLUS beworben. Das Programm unterstützt risikoreiche und anwendungsorientierte Forschungsvorhaben kleiner und mittlerer Biotechnologieunternehmen, wobei der Transfer von Ergebnissen der Grundlagenforschung in die praktische Anwendung von entscheidender Bedeutung ist.


Zur ersten Förderrunde im Jahr 2004 lagen mehr als 200 Projektskizzen vor, darunter die der Medigenomix und des Essener Instituts für Pharmakologie. 2,1 Millionen Euro fließen in den nächsten drei Jahren in das München-Essener Gemeinschaftsprojekt; davon gehen 620 000 Euro auf das Drittmittelkonto des Universitätsklinikums. "Das ist ein großartiger Erfolg für unseren Forschungsansatz und den Technologietransfer aus der Universität in die gewerbliche Anwendung in Zusammenarbeit mit einem renommierten Unternehmen " freut sich der Pharmakologe Siffert. "Diesen Zuschlag bei so vielen Mitbewerbern erhalten zu haben - das zeigt wieder einmal, dass die Genforschung am Universitätsklinikum Essen höchst erfolgreich und effektiv ist."
(Universität Duisburg-Essen, 03.08.2004 - NPO)
 
Printer IconShare Icon