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Donnerstag, 27.07.2017
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Luftverschmutzung schuld an Herzinfarkten

Einfluss verschiedener bekannter Ursachen von Herzinfarktereignissen analysiert

Ein wesentlicher Anteil der Herzinfarkte geht zu Lasten der Luftverschmutzung. Zu diesem Schluss ist jetzt ein internationales Forscherteam in einer neuen Studie im Fachmagazin „The Lancet“ gekommen.
Autoabgase

Autoabgase

Herzinfarkte werden ausgelöst, indem sich in den Gefäßen vorhandene atherosklerotische Verkalkungen ablösen und die Blutversorgung des Herzens teilweise verschließen. Dieses potenziell lebensgefährliche Ereignis der so genannten koronaren Herzerkrankung ist in vielen westlichen Ländern eine der häufigsten Todesursachen.

Wissenschaftler am Schweizerischen Tropen- und Public Health-Institut in Basel haben nun zusammen mit Kollegen in Belgien den Einfluss verschiedener bekannter Ursachen von Herzinfarktereignissen analysiert und miteinander verglichen.

Luftverschmutzung muss verringert werden


Ergebnis: Der Straßenverkehr und die daraus resultierende Belastung durch Luftverschmutzung sind für zahlreiche Herzinfarkte verantwortlich. Ihr Anteil ist vergleichbar mit anderen zentralen Ursachen koronarer Ereignisse wie akute körperliche Überanstrengung, üppige Mahlzeiten oder Ärger.


Die Studie unterstreicht den Wissenschaftlern zufolge den Willen beziehungsweise die Wichtigkeit und den potentiellen Nutzen von politischen Maßnahmen, die Luftverschmutzung zu verringern, um Herzinfarkte zu verhindern.

Entwicklungs- und Schwellenländer besonders betroffen


Die Forscher weisen zudem darauf hin, dass das Ausmaß der Folgen von Luftverschmutzung insbesondere in den sehr stark verschmutzten städtischen Regionen von Entwicklungs- und Schwellenländern von wachsender Bedeutung ist. Die Zunahme an koronaren Herzerkrankungen geht dort einher mit der starken Luftverschmutzung. (The Lancet 2011; doi:10.1016/S0140-6736(10)62296-9)
(Universität Basel, 28.02.2011 - DLO)
 
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