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Dienstag, 25.07.2017
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Stammzellen: Positive Bilanz

Bundesregierung legt ersten Stammzellbericht vor

Das Stammzellgesetz zur Forschung mit menschlichen embryonalen Stammzellen hat sich nach Ansicht von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt und Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn bewährt. Dies erklärten die Ministerinnen anlässlich der Verabschiedung des ersten Erfahrungsberichts zur Durchführung des Stammzellgesetzes durch das Bundeskabinett am Mittwoch in Berlin. Das Verfahren sichere hohe ethische Standards und schaffe sichere Bedingungen für die Forschung. „Die mit dem Gesetz eröffneten Möglichkeiten für die Forschung mit menschlichen embryonalen Stammzellen werden wahrgenommen.“
Stammzellen

Stammzellen

Der Bericht gibt für den Zeitraum vom 1. Juli 2002 bis zum 31. Dezember 2003 einen Überblick über die Erfahrungen bei der Prüfung und Genehmigung von Anträgen auf Einfuhr und Verwendung menschlicher embryonaler Stammzellen zu Forschungszwecken. Demnach sind bisher fünf Anträge genehmigt worden. Außerdem gibt der Bericht den Stand der internationalen Forschung mit verschiedenen Arten von Stammzellen wieder.

Nach dem Stammzellgesetz dürfen nur vor dem 1. Januar 2002 gewonnene Stammzellen für hochrangige Forschungsziele zum wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn in der Grundlagenforschung oder für die Erweiterung medizinischer Kenntnisse bei der Entwicklung diagnostischer, präventiver oder therapeutischer Verfahren zur Anwendung bei Menschen verwendet werden. Einfuhr und Verwendung müssen vom Robert Koch-Institut unter Berücksichtigung der Stellungnahme einer unabhängigen Zentralen Ethik-Kommission für Stammzellforschung genehmigt werden.

Nach den Daten des Berichts ist die Forschung mit Stammzellen ein rasch expandierendes Forschungsgebiet mit hohem medizinischen Anwendungspotenzial insbesondere in der regenerativen Medizin. Durch diese Forschung werden gegenwärtig sowohl mit embryonalen als auch mit adulten Stammzellen neue und wichtige Erkenntnisse gewonnen. Obwohl sich die Stammzellforschung derzeit noch überwiegend im Bereich der Grundlagenforschung bewegt, bietet sie mittelfristig die Perspektive für einen neuen Behandlungsansatz zur Wiederherstellung funktionsgestörter Gewebe und Organe. In Zukunft könnte es so möglich sein, einzelne Organfunktionen zu ersetzen. Damit würden neue Behandlungsmöglichkeiten für Erkrankungen eröffnet, die auf dem Ausfall nur einiger ganz spezifischer Zelltypen beruhen, wie etwa bei der Parkinson’schen Krankheit oder der jugendlichen Diabetes mellitus.


Der vollständigen Bericht ist hier im Internet zu finden.
(BMBF, 29.07.2004 - NPO)
 
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