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Freitag, 28.07.2017
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"Weiße Weihnachten" in Sicht

Meteorologen stellen Prognose für die Feiertage

In weiten Teilen Deutschlands gibt es aus Sicht der Meteorologen sehr gute Chancen für „Weiße Weihnachten“. Eine geschlossene Schneedecke über die Festtage ist mit 80 bis 90 Prozent Sicherheit vor allem in Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg, Bremen und der Region Berlin-Brandenburg zu erwarten.
Schneepflug in Aktion

Schneepflug in Aktion

Definitiv weiß werde es in Lagen oberhalb von 600 Metern und im gesamten Schwarzwaldraum, so Friedemann Schenk von der Berliner Wetterkarte des Instituts für Meteorologie der Freien Universität Berlin.

Schneerekorde in Berlin und im Osten Brandenburgs


Zu 70 Prozent sicher gebe es eine weiße Decke auch in der Region zwischen dem Süden Niedersachsens und dem Rhein sowie im Donauraum. Immerhin fünfzig-fünfzig stehen der Prognose zufolge die Schneechancen im Saarland, in Rheinland-Pfalz bis nach Mittelhessen, sowie zwischen Rhein und dem Stuttgarter Raum und rund um den Bodensee.

In Berlin und im Osten Brandenburgs wird es den Berliner Wissenschaftlern zufolge möglicherweise den meisten Schnee zu Weihnachten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1908 geben. Rekordhalter für Berlin-Dahlem ist mit 17 Zentimetern bislang das Jahr 1981 gewesen. Bei Dauerfrost und weiteren Niederschlägen werde diese Marke geknackt, sagte Schenk.


Schneedecke ungewöhnlich dick


Auch aus Sicht des Deutschen Wetterdienstes (DWD) stehen dieses Jahr die Chancen auf Weiße Weihnachten besonders gut, denn die Schneedecke ist zurzeit fast überall ungewöhnlich hoch. Selbst in den Niederungen Norddeutschlands liegen verbreitet zehn bis 20 Zentimeter.

In mittleren Lagen hält Gera in Thüringen mit 58 Zentimeter den Rekord. Auf den Gipfeln der Mittelgebirge liegen verbreitet mehr als 50 Zentimeter, der Brocken ist mit sogar 1,43 Meter dabei Spitzenreiter. Nur in einem Bereich Deutschlands hat „Frau Holle ihre Bettwäsche nicht ordentlich ausgeschüttelt“, so der DWD. Kaum fünf Zentimeter am Oberrhein und nur 33 auf dem Feldberg im Schwarzwald sind im schneebedeckten Deutschland „Negativrekord“.

Milderer Witterungsabschnitt beginnt


Von diesen Basiswerten ausgehend, müsste es bis Freitag kräftig tauen, damit es Weihnachten schneefrei ist. Doch dazu sind milde Temperaturen nötig, wenn möglich unterstützt von Regen und Wind. Und tatsächlich beginnt dem DWD zufolge im Südwesten jetzt ein milderer Witterungsabschnitt.

Die Niederschläge fallen überwiegend als Regen und selbst nachts bleibt es weitgehend frostfrei. Erst an den Weihnachtstagen sollen die Temperaturen wieder auf Werte um null Grad sinken. Vielleicht bringt die zugehörige Kaltfront dem Südwesten eine kleine Schneeauflage.

Auch im übrigen Deutschland setzt sich nach Angaben der „Wetterfrösche“ in den nächsten Tagen eine Milderung durch, die langsam nordwärts ausgreift und erst in der Nacht zu Donnerstag den äußersten Norden erreicht. Doch in Anbetracht der Schneehöhen wird sich die Schneedecke bis Weihnachten halten.

Wetter am Weihnachtswochenende noch unklar


Und wie wird es nun am Weihnachtswochenende? Da sind sich die Rechnermodelle, wie schon seit Tagen, noch immer nicht einig, so der DWD. Für Hamburg beispielsweise sagen die Modelle für den ersten Feiertag Tiefstwerte zwischen null und minus zehn Grad voraus. Der Himmel ist dort je nach Vorhersage wolkenarm oder bedeckt. Im Südosten soll am Heiligabend bei zurückgehenden Temperaturen Schneefall einsetzen, aber andere Rechenmodelle plädieren dort für frostfreies Wetter.

Die Mehrzahl der Computervorhersagen allerdings kündigen laut dem DWD deutschlandweit klassischen mitteleuropäischen Winter an: Tagsüber etwas über null Grad, nachts leichten Frost.
(Freie Universität Berlin / Deutscher Wetterdienst, 20.12.2010 - DLO)
 
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