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Freitag, 20.10.2017
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Erdölförderung: Ab 2035 geht es bergab

Energiestudie 2010 analysiert Verfügbarkeit und Förderentwicklung fossiler Rohstoffe

Das globale Fördermaximum für Erdöl wird voraussichtlich im Jahr 2035 erreicht sein, danach geht es wegen abnehmender Reserven bergab. Das ist das Fazit des „Energiestudie 2010“ der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe. Erdgas war 2009 noch im Überfluss vorhanden, auch wegen der zunehmenden Ausbeutung nicht-konventionellem Erdgas wie Kohleflözgas und Shale Gas.
Ölförderung in den USA

Ölförderung in den USA

Wie lange reichen die Reserven von Erdöl, Erdgas und anderen fossilen Energieträgern noch? Diese Frage ist für die Energieversorgung wesentlich. Denn diese Rohstoffe sind nicht erneuerbar, sind die Lagerstätten erschöpft, kommt nichts nach. Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) analysiert deshalb im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) jährlich weltweit die Vorratssituation und die Verfügbarkeit der fossilen Energieträger.

Bedarf steigt weiter


Das Jahr 2009 war für die Betrachtung der weltweiten Situation der Energierohstoffe ein ereignisreiches Jahr. Das Wirtschaftswachstum und der sich daraus ergebende steigende Energiebedarf haben in den zurückliegenden Jahren zu einer weltweiten Aktivierung von Erkundungs- und Erschließungsarbeiten auf Energierohstoffe geführt. Diese Aktivitäten bewirken ein Anwachsen der Ressourcen und Reservenzahlen, was sich bereits jetzt in den Berichtszahlen bemerkbar macht und sich auch in den kommenden Jahren auswirken wird.

Erdöl: Keine Zuwächse mehr seit 2005


Seit 2005 hat die weltweite Produktion von Erdöl keine starken Zuwächse mehr verzeichnet und variiert mit den geförderten Mengen knapp unter vier Gigatonnen pro Jahr. Unter optimaler Nutzung der Vorräte könnte die Förderung von Erdöl noch bis maximal 2035 gesteigert werden. Dann wäre das globale Fördermaximum erreicht. Zudem, so die Forscher, seien viele Faktoren und Entwicklungen vorstellbar, die diesen Zeitpunkt einer maximalen Erdölproduktion früher eintreten lassen. Wie unvorhersehbar die Einflüsse auf die globale Erdölproduktion sind, zeige das Beispiel des Erdölunfalls im Golf von Mexiko 2010.


Primärenergieverbrauch nach Energieträgern

Primärenergieverbrauch nach Energieträgern

Immer mehr unkonventionelle Gasvorkommen


Im Vergleich der fossilen Energieträger sank 2009 der weltweite Verbrauch an Erdgas infolge der Weltwirtschaftskrise am stärksten. Dies führte vor allem in Russland zu einem deutlichen Förderrückgang von minus zwölf Prozent. Die USA, die ihre Förderung leicht steigern konnten, wurden so um größten Erdgasproduzenten weltweit. Der starke Anstieg in der Produktion von nicht-konventionellem Erdgas wie Kohleflözgas und Shale Gas ("Schiefergas") insbesondere in den USA hat zu einer Überversorgung auf den Erdgasmärkten geführt. Auch in Deutschland ist die Erkundung von nicht-konventionellen Erdgaslagerstätten angelaufen.

Kohle bleibt der Energierohstoff mit der bei Weitem größten geologischen Verfügbarkeit. Die Vorräte an Kohle reichen aus, um auch einen weltweit steigenden Bedarf über viele Jahrzehnte
zu decken. Während sich der Bedarf an Kohle und damit auch die Importmengen in nahezu allen größeren Industrieländern aufgrund der Weltwirtschaftskrise signifikant verringerten, nutzte vor allem China 2009 die relativ niedrigen Weltmarktpreise und weitete seine Kohleimporte massiv aus.

Die komplette Studie finden Sie hier im Internet
(Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), 15.12.2010 - NPO)
 
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