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Freitag, 24.03.2017
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Klimawandel: Weniger Lawinen in tieferen Hanglagen

Geringerer Schneefall senkt Lawinenrisiko unterhalb 1.200 Meter

Immerhin einen positiven Effekt könnte der Klimawandel haben: Wird es wärmer, sinkt auch die Lawinengefahr in tieferen Hanglagen. Denn, so hat jetzt ein österreichischer Forscher berechnet, bei vier Grad Erwärmung fällt dann unterhalb von rund 1.200 Metern zu wenig Schnee, um gefährlich werden zu können.
Lawine

Lawine

Jedes Jahr gehen in Österreich zwischen ein paar Dutzend und einigen hundert Lawinen ab; im langjährigen Durchschnitt kommen jährlich 30 Personen durch Lawinen ums Leben. Die Zahl der Lawinenereignisse verteilt sich aber nicht gleichmäßig über den Winter, vielmehr treten diese gehäuft, zumeist sogar nur innerhalb weniger Tage eines Winters auf. Entscheidend für die Bildung von Lawinen ist neben Hangneigung und Hangform die maximale Schneehöhe. Mindestens 50 Zentimeter müssen es dafür in etwa sein.

Schneehöhen sinken um 59 Prozent


Frank Perzl vom Waldforschungszentrum (BFW) hat jetzt errechnet, wie sich die Lawinengefahr entwickelt, wenn die Alpenregion sich im Zuge des Klimawandels weiter erwärmt. Das Ergebnis: Unter der Annahme, dass die Lufttemperatur aufgrund eines Klimawandels um vier Grad Celsius steigen wird, nimmt die mittlere maximale Schneehöhe durchschnittlich um 59 Prozent ab. Ausgehend von dieser Prämisse betrachtete Perzl jene Flächen für Österreich, die unter diesen Bedingungen zukünftig noch für Lawinen anfällig wären Nach seinen Ergebnissen würde sich die Anfälligkeit für Lawinenabgänge in Richtung größere Seehöhen verschieben.

Weniger Lawinen unterhalb 1.200 Meter


Durch den angenommenen Anstieg der Lufttemperatur um vier Grad Celsius würde die derzeit in Österreich für Lawinen anfällige Fläche von etwa 9.400 Quadratkilometer auf etwa 4.700 Quadratkilometer absinken. Das würde bedeuten, dass tiefere Lagen bis zu einer Höhe von etwa 1.200 Metern zukünftig weniger von Lawinen betroffen wären. Die höher gelegenen, von Lawinen berührten Gebiete wären weiterhin gleich gefährdet.
(Waldforschungszentrum BFW, 13.12.2010 - NPO)
 
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