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Mittwoch, 18.01.2017
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Brasilien ist Klimaschutz-Weltmeister

Klimaschutz-Index 2011: Nationaler Klimaschutz erstmals besser als internationale Klimapolitik

Germanwatch und CAN Europe haben gestern auf dem Klimagipfel in Cancún ihren Klimaschutz-Index (KSI) 2011 vorgestellt. Ergebnis: Die ersten drei Plätze blieben erneut frei. Diese sind reserviert für Länder, die genug Klimaschutz umsetzen, um unterhalb der globalen Erwärmung von 1,5 Grad Celsius zu bleiben.
Treibhausgasemissionen

Treibhausgasemissionen

Am besten schnitten beim Vergleich der 60 größten CO2-Emittenten auf Basis ihrer Emissionen und ihrer Klimapolitik Brasilien, Schweden und Norwegen auf den Plätzen vier bis sechs ab. Gleich darauf folgt Deutschland. Saudi Arabien, Kasachstan, Australien und Kanada bilden dagegen die Schlusslichter im Ranking.

Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke schadet Deutschland


„Kopenhagen brachte auf internationaler Ebene ein enttäuschendes Ergebnis. Darum sind wir positiv überrascht, dass im letzten Jahr einige Länder mit guten nationalen Initiativen reagiert haben“, so Jan Burck, Autor des Index und Referent bei Germanwatch. „Zum ersten Mal bewerteten die Experten die nationale Klimapolitik besser als die internationale. Wir müssen abwarten, ob diese nationale Dynamik hier in Cancún auf internationalem Level umgesetzt werden kann“.

Nach Angaben von Germanwatch und CAN könnte Deutschland aufgrund eines im Verhältnis zu anderen Ländern positiven Emissionstrends im Klimaschutz-Index eigentlich noch weiter vorne stehen als nur auf dem siebten Platz. „Das Ergebnis zeigt aber: Trotz eines umfassenden Energiekonzeptes waren die Experten enttäuscht. Die festgelegten Reduktionsziele weisen zwar den Weg, werden aber nicht von denen zur Zielerreichung notwendigen Maßnahmen flankiert“, so Burck.


Vor allem die Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke und das damit verbundene Investitionshemmnis für Erneuerbaren Energien und Energieeffizienz wurde kritisiert.

China und USA rutschen weiter ab


Die beiden größten Emittenten, China und die USA, sind im Vergleich zum Vorjahr abgerutscht. China liegt im KSI auf Platz 56, die USA auf Platz 54. Die USA zeigen eine sehr schlechte Leistung in Bezug auf die Emissionen und Klimapolitik. Chinas gute Politikbewertung verhindert ein stärkeres Abrutschen im Klimaschutz-Index.

Bei einer einseitigen Betrachtung der nationalen Klimapolitiknoten könnte China auf einem der ersten Ränge liegen. Die verbesserte chinesische Klimapolitik wird sich in Zukunft hoffentlich auch in einem besseren Emissionstrend widerspiegeln.

USA: Senat blockiert Gesetzgebung


„China hat seine nationale Klimapolitik erst kürzlich verbessert. Dazu zählt eine Gesetzgebung, die auch die Erneuerbaren Energien unterstützt. Hier ist China bereits Marktführer“, sagt Matthias Duwe von CAN Europe. „Dies ist ein gutes Beispiel für den Trend, dass die nationale Klimapolitik im Klimaschutz-Index insgesamt besser bewertet wurde“.

Eine Ausnahme seien die USA, wo der Senat die nationale Gesetzgebung blockiert habe. Dies hätte auch für eine niedrige Platzierung gesorgt. Die Regierung von Obama sei deshalb jetzt gezwungen auf die bestehenden Gesetze zurückzugreifen, um Emissionen zu begrenzen, so Duwe weiter.
(Germanwatch / CAN Europe, 07.12.2010 - DLO)
 
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