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Donnerstag, 21.09.2017
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Älteste Garnele der Welt entdeckt

360 Millionen Jahre altes Krebstier ist ungewöhnlich gut erhalten

In einer Gesteinsformation in Oklahoma haben Forscher die älteste fossile Garnele der Welt entdeckt. Das 360 Millionen Jahre alte Krebstier ist so gut erhalten, dass sogar die Muskelstränge des Hinterleibs noch vollständig sichtbar sind. Der jetzt im „Journal of Crustacean Biology“ veröffentlichte Fund liefert wichtige Informationen zur Evolution der Krebstiergruppe, zu der auch Hummer und Krebse im engeren Sinne gehören.
Die fossile Garnele (oben) und eine heute lebende

Die fossile Garnele (oben) und eine heute lebende

Entdeckt wurde der Urkrebs von dem Paläontologen Royal Mapes von der Ohio Universität auf einer Exkursion mit Studenten. Das gut sieben Zentimeter lange ist mit einem Alter von 360 Millionen Jahren der älteste Fund einer Urzeitgarnele überhaupt. Sie lebte vermutlich in den tieferen Wasserschichten eines zur damaligen Zeit Nordamerika bedeckenden Meeres und teilte ihren Lebensraum mit Ammoniten, Nautiloiden und Schwämmen.

„Die vor dieser Entdeckung älteste bekannte Garnele stammt aus Madagaskar“, erklärt Rodney Feldmann von der Kent State Universität. „Sie ist jedoch mit ‚nur‘ 245 Millionen Jahren viel jünger, die Garnele aus Oklahoma ist noch einmal 125 Millionen Jahre älter.“ Die auf den Namen Aciculopoda mapesi getaufte Garnele könnte zudem auch der älteste Vertreter der dekapoden Krebstiere sein, zu denen auch Hummer und die Krebse im engeren Sinne gehören.

Das Besondere – neben seinem Alter - ist jedoch auch der ungewöhnlich gute Erhaltungszustand des Fossils. Die Muskeln im hinteren Teil des Krebses sind noch nahezu vollständig konserviert und gut sichtbar. Nach Ansicht der Forscher sind besonders günstige Bedingungen zurzeit seines Todes dafür verantwortlich: „Als das Tier starb, sank es auf dem Meeresboden“, erklärt Feldmann. „Dort wurden die Muskeln durch eine Kombination aus saurem Wasser und niedrigem Sauerstoffgehalt konserviert, während das Tier relativ schnell von Sediment bedeckt wurde.“
(Kent State University, 11.11.2010 - NPO)
 
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