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Mittwoch, 18.01.2017
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Hybridautos als Cityflitzer, Erdgasfahrzeuge für Landpartien

Vergleich verschiedener Antriebstypen unter praxisnahen Bedingungen

Wer ein umweltfreundliches Auto will, sollte sich Hybrid- und Erdgasautos anschauen. In punkto CO2-Emissionen schneiden beide deutlich besser ab als Benzin- und Dieselfahrzeuge. In der Stadt sind dabei Hybridfahrzeuge, auf der Autobahn Erdgasfahrzeuge am saubersten. Das hat jetzt ein Vergleich verschiedener Antriebtypen bei unterschiedlichen Nutzungsszenarios ergeben.
Auto

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Autos mit Benzin- und Diesel-Verbrennungsmotoren sind nicht gerade umweltfreundlich. Aber was sind die besten Alternativen? Um das herauszufinden, untersuchten Wissenschaftler der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt Empa im Auftrag des Schweizer Bundesamts für Umwelt das CO2-Emissionsverhalten aktueller Hybridautos.

Praxisnaher Vergleich im Labor


Für die Untersuchung verglichen der Empa-Ingenieur Robert Alvarez und seine Kollegen den Verbrauch von drei unterschiedlichen Hybridfahrzeugen. Das Verbrauchsverhalten wurde auf dem Rollenprüfstand einerseits im vorgeschriebenen Normzyklus wie auch in „realen“, dem Fahralltag besser entsprechenden Fahrprofilen für Innerorts-, Außerorts- und Autobahnbetrieb untersucht. Außerdem ermittelten die Forscher die Stromrückspeisung in die Leistungsbatterie während des Bremsens und den Stromverbrauch aus der Leistungsbatterie zur Drehmomentunterstützung des Verbrennungsmotors.

Hybride: Wirkungsgrad in der Stadt doppelt so hoch


Der Vergleich mit konventionellen Benzinfahrzeugen zeigt, dass Hybridfahrzeuge im innerstädtischen Fahrbetrieb einen bis zu doppelt so hohen Wirkungsgrad erzielen, was sich entsprechend positiv auf den Verbrauch und die CO2-Emissionen auswirkt. Die ausgeprägten Beschleunigungen und die zahlreichen Bremsmanöver sowie die mäßige Geschwindigkeit im innerstädtischen „Stop and
Go“ kommen den Hybridfahrzeugen besonders entgegen. Vollhybride, die kurze Strecken auch rein elektrisch fahren können, erreichten dabei bessere Werte als ein Hybridauto ohne rein elektrischen Betrieb oder der untersuchte Oberklasse-Hybrid, da die Wagen dieser Klasse aufgrund ihres Gewichts meist mit einem größeren Verbrennungsmotor und einem eher kleinen Elektromotor ausgestattet sind.


Im Gegensatz dazu zeigen Hybridautos außerorts nur noch geringe und im Autobahnbetrieb keine nennenswerten Verbrauchs- und CO2-Einsparungen im Vergleich zu Benzinern. Wegen der hohen Fahrleistung bei Überlandgeschwindigkeiten kann der elektrische Antrieb den Verbrennungsmotor kaum noch unterstützen. Kurz gesagt: Die Hybridfahrzeuge sind ideal als Cityflitzer.

CO2-Emissionen von Hybrid-, Erdgas- und Benzinfahrzeugen

CO2-Emissionen von Hybrid-, Erdgas- und Benzinfahrzeugen

Erdgasfahrzeuge als Alternative auf dem Land


Erdgasfahrzeuge sind bezüglich CO2-Reduktion eine weitere Alternative – und noch deutlich kostengünstiger. Sie sind technisch zwar weitgehend mit Benzinfahrzeugen identisch, stoßen jedoch weniger CO2 aus, da Erdgas weniger Kohlenstoff enthält als Benzin. Ihre CO2-Emissionen liegen im Stadtbetrieb 20 bis 25 Prozent niedriger als bei Benzinfahrzeugen, aber über denjenigen des Vollhybrids. Außerorts sind Erdgasfahrzeuge gleich „sauber“ wie Hybride, im Autobahnbetrieb stoßen sie sogar wenigerCO2 aus als Hybride.

Über alle drei Fahrprofile betrachtet sind die gesamten CO2-Emissionen von Erdgasfahrzeugen daher durchaus vergleichbar mit denjenigen von Hybriden; für vorwiegenden Überland- oder Autobahnbetrieb ist ein Erdgasauto gar die „sauberste“ Wahl.
(Empa, 15.09.2010 - NPO)
 
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