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Mittwoch, 26.07.2017
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Blauer Laser punktet gegen Magnetband

Speichermedien für die Langzeitarchivierung von Daten verglichen

Der Umfang an digitalen Texten, Datenbanken und Korrespondenz wächst ständig – insbesondere in Wissenschaft und in Unternehmen kann daher jeder Datenverlust dramatische Folgen haben. Unter anderem deshalb wird die Langzeitarchivierung von Daten immer wichtiger. Doch welche Technologie ist dafür die sicherste und geeignetste? Das Magazin ComputerPartner hat zwei gängige Verfahren getestet.
Im Test wurden zwei der am häufigsten verwendeten Speichermedien, das Magnetband und die auf blauem Laser beruhende Speicherung mittels UDO (Ultra Density Optical), miteinander verglichen. Dabei hat sich die UDO-Technologie für die Langzeitarchivierung als geeigneter erwiesen als die Magnetbänder, weil die auf Laser basierende UDO-Technologie in den Punkten sichere Authentifizierung, Lebensdauer der Medien und Schnelligkeit im Zugriff sowie Kosten besser abschneidet. Magnetband-Systeme hingegen sind für die Kurzzeitarchivierung, wie zum Beispiel für Backup und Disaster- Recovery, eine sehr gute Wahl, so der Test.

Bezüglich der sicheren Authentifizierung der Unternehmensdaten liegt der Vorteil der UDO-Technologie auf der Hand. Sie erlaubt nur ein einmaliges Beschreiben. Ein Verändern oder Überscheiben des Datenmaterials ist hier nicht möglich. Währenddessen ist das Magnetband ein wiederbeschreibbares Medium. Zwar enthalten einige Bandprodukte eine spezielle Hardware-Verriegelungstechnik, um vor dem Überschreiben zu schützen. Diese Methode wird jedoch häufig rechtlich nicht anerkannt.

Auch bei der Lebensdauer schlägt das UDO-System das Magnetband. UDO- Medien sind nicht-magnetisch und hochstabil. Sie nutzen sich nicht ab, sind relativ unempfindlich gegenüber den Bedingungen der Umgebung und haben eine Lebensdauer von mehr als 50 Jahren, berichtet ComputerPartner. Magnetbänder hingegen sind ein relativ empfindliches Kontaktmedium, das sich bei häufiger Verwendung verschleißt und von Umgebungsbedingungen nachhaltig beeinflusst werden. Sind die Bänder etwa einem magnetischen Feld ausgesetzt, gehen die Daten unwiderruflich verloren. Außerdem brauchen Magnetbänder Pflege. Beispielsweise müssen sie umgespult werden, damit de Datenbestand gesichert ist.


In vielen Unternehmen werden auch auf Langzeitmedien gespeicherte Daten oft abgefragt. Deshalb spielt die Schnelligkeit im Zugriff bei einem Vergleich der Medien eine wesentliche Rolle. Klarer Favorit ist auch hier die UDO-Technologie. Abhängig vom Bandtyp kann ein UDO- Laufwerk zwischen fünf und 15 Mal mehr Anfragen pro Stunde abarbeiten als ein ähnlich konfiguriertes Magnetbandlaufwerk.

Schließlich der Kostenpunkt. Auf den ersten Blick erscheint das Magnetband-System preisgünstiger, da die Medienkosten pro Gigabyte niedriger sind als bei UDO-Laufwerken. Allerdings lassen die aufwändigeren Hardware-, Instandhaltungs- und Administrationskosten die Gesamtkosten bei den Magnetbändern-Systemen wesentlich ansteigen.
(ots, ComputerPartner, 16.07.2004 - NPO)
 
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