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Montag, 16.01.2017
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Teilchenbeschleuniger LHC erfüllt Erwartungen

Forscher präsentieren erste Daten auf Physiker-Konferenz

Trotz einiger Startschwierigkeiten läuft der Large Hadron Collider(LHC) bestens - dieses Resümee ziehen Wissenschaftler, die seit Ende März am größten Teilchenbeschleuniger der Welt ihre Experimente durchführten. Auf einer internationalen Konferenz in Hamburg stellen sie nun ihre ersten Analysen mit realen Kollisionsdaten des LHC vor. Sie zeigen, dass alle Detektoren so laufen, wie erhofft.
Blick auf Cryo-Magneten im Tunnel des LHC

Blick auf Cryo-Magneten im Tunnel des LHC

Seit Ende März zeichnen die vier großen Experimente am Large Hadron Collider, dem größten Teilchenbeschleuniger der Welt am CERN in Genf, Daten auf. Die mit sieben Tera-Elektronenvolt (TeV) stattfindenden Proton-Proton-Kollisionen erreichen die höchsten je an einem Beschleuniger erzeugten Energien. Deutsche Forschungszentren und Universitäten sind an führender Stelle an allen vier LHC-Experimenten ALICE, ATLAS, CMS und LHCb beteiligt. Mit den ersten Kollisionen am LHC wurde in den letzten Monaten überprüft, ob alle Systeme der Teilchendetektoren arbeiten wie in aufwändigen Computersimulationen vorhergesagt.

„Wiederentdeckungen“ belegen Funktionsfähigkeit der Detektoren


Dabei ist ein wichtiges Kriterium, ob bereits bekannte Teilchen, die an älteren Teilchenbeschleunigern entdeckt worden sind, in den Kollisionen des LHC wiedergefunden und richtig identifiziert werden. „Die Experimente am LHC haben in den letzten zwei Monaten fast die gesamte Teilchenphysik der letzten 50 Jahre ‚wiederentdeckt‘“, freut sich Professor Joachim Mnich, Forschungsdirektor für Teilchen- und Astroteilchenphysik bei DESY. „In diesem atemberaubenden Tempo ist noch nie ein Teilchenbeschleuniger in Betrieb gegangen.“

Millionen von Teilchenkollisionen seit Ende März


Entsprechend positiv ist das Resümee der Forscher, die in dieser Woche an der Konferenz „Physics at the LHC 2010“, beim Forschungszentrum DESY in Hamburg teilnehmen. Auf der Konferenz, an der knapp 300 Physiker und Physikerinnen aus aller Welt teilnehmen, stellen Wissenschaftler der LHC-Experimente ihre ersten Analysen mit realen Kollisionsdaten von der Weltmaschine LHC vor. „Alle Kollaborationen haben auf beeindruckende Weise unterstrichen, dass ihre Teilchendetektoren bestens funktionieren und sie gut gerüstet sind, um in den nächsten Jahren neue Physik zu entdecken“, ergänzt Professor Karl Jakobs von der Universität Freiburg, der die Hamburger Konferenz zusammen mit Mnich organisiert hat.


Die Teilchenphysik-Experimente laufen bereits nach dieser kurzen Zeit mit großer Effizienz und haben Millionen von Teilchenkollisionen aufgezeichnet. In den nächsten Monaten werden schrittweise die Intensität der Teilchenstrahlen und die Kollisionsrate erhöht. In einer anschließenden Betriebsunterbrechung wird der Beschleuniger auf seine Maximalenergie von 14 TeV vorbereitet.
(Deutsches Elektronen-Synchrotron DESY, 10.06.2010 - NPO)
 
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