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Mittwoch, 23.05.2012
Schwere Waldschäden trotz Dauerregens
Bäume leiden noch immer unter den Folgen der Trockenheit in 2003
Obwohl es derzeit in Deutschland fast täglich regnet, leidet der Wald noch immer unter den Folgen der Trockenheit des extrem heißen Sommers im Jahr 2003. Dies teilte die "Arbeitsgruppe Forstlicher Luftbildinterpreten" (AFL) am 8. Juli 2004 in Berlin mit.

Wald
Wald
© IMSI MasterClips
"Die Prognosen der Arbeitsgruppe Forstlicher Luftbildinterpreten sind eingetreten", sagt Professor Hartmut Kenneweg vom Institut für Landschaftsarchitektur und Umweltplanung. "Gravierend sind die Folgeschäden in Rheinland-Pfalz, Hessen und Niedersachsen. Die Fichten haben vergilbte Nadeln, leiden unter extremem Nadelverlust und sind von Borkenkäfern befallen. Die Buchen haben sehr spät und auch nur kümmerlich Blätter ausgetrieben und an den Baumstämmen sind Schäden durch Überhitzung sichtbar", so Kenneweg weiter.

"Sonnenbrand" führt zum Absterben
Dort, wo der Stamm regelrecht einen "Sonnenbrand" erlitten hat, stirbt die Rinde ab, Pilze befallen an dieser Stelle den Stamm und führen zum Absterben des Baumes. Dieses Phänomen hat. Kenneweg auch an großen, alten Buchen im Berliner Plänterwald, der innenstadtnächsten Waldfläche Berlins, festgestellt.

"Das Schadensniveau ist erheblich. Für den Wald ist daher die bisher kühle Witterung günstig. Sie könnte die Auswirkungen des heißen Sommers im vergangenen Jahr mildern", so Kenneweg.

Neben dem Absterben von Beständen als unmittelbare Folge der Dürre, auch in Laubwäldern, haben die Forscher insbesondere eine Massenvermehrung von Borkenkäfern und anderen Insekten beobachtet. Auch Pilzschäden in geschwächten Beständen, die über mehrere Jahre zum Absterben von Bäumen und zu einer starken Qualitätsminderung des Holzes führen sowie Störungen bei der Entwicklung von Mischwäldern machen den Wissenschaftlern sorgen.
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