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Sonntag, 17.12.2017
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CeBIT: Green IT noch nicht in Sicht

Umweltverbände sehen keine Fortschritte beim Energiesparen

„Green IT“ fristet weiterhin ein Nischendasein und eine verständliche Verbrauchskennzeichnung bei IT-Produkten ist immer noch nicht in Sicht: Dies ist das Fazit mehrerer Umweltverbände zum Abschluss der Computermesse CeBIT. Echte Fortschritt beim Energiesparen seien daher nicht in Sicht.
Computer

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Die an der Kampagne „energieeffizienz – jetzt!“ beteiligten Organisationen Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Deutsche Umwelthilfe (DUH), Deutscher Naturschutzring (DNR), das Öko-Institut und der ökologische Unternehmerverband B.A.U.M. sehen vor allem den Trend zu übergroßen 3D-Fernsehern und -Monitoren sowie zu leistungshungrigen Spiele-Computern mit Sorge.

Außerhalb der Ausstellungsfläche auf der CeBIT für so genannte Green-IT-Lösungen spiele Energieeffizienz kaum eine Rolle. Die Folgen seien die weitere Steigerung des Stromverbrauchs, der Energiekosten und des CO2-Austoßes auf Grund des Einsatzes von immer mehr Elektronik in Haushalten und Büros.

Stromverbrauch elektronischer Geräte senken


Helmut Röscheisen, Generalsekretär des Deutschen Naturschutzrings (DNR) und Projektleiter der Kampagne „energieeffizienz - jetzt!“: „Die CeBIT hat erneut gezeigt wie dringend es ist, den Stromverbrauch der elektronischen Geräte zu senken. Eines der wichtigsten Instrumente dafür ist die klare und verbraucherfreundliche Kennzeichnung ihres Energiebedarfs. Nur wenn die Politik die Weichen für einen Effizienzwettbewerb stellt, wird es mehr umweltfreundliche Innovationen im IT-Bereich geben.“

Verbindliche Energieverbrauchskennzeichnungen und strenge Effizienzstandards für IT-Produkte erleichterten auch nach Ansicht von Jens Gröger vom Öko-Institut Verbrauchern die Wahl energiesparender Geräte. Dieter Brübach, Mitglied der Geschäftsführung des ökologischen Unternehmerverbandes B.A.U.M. appellierte an Einkäufer und Beschaffer in den Unternehmen, verstärkt auf die Energieeffizienz neuer Bürogeräte zu achten.


Kein Energieeffizienzgesetz in Sicht


Der BUND und die DUH kritisierten, dass Wirtschaftsminister Rainer Brüderle und Umweltminister Norbert Röttgen sich nicht auf ein Energieeffizienzgesetz einigen könnten. Die Bundesregierung mache sich zunehmend unglaubwürdig, wenn sie Klimaschutz predige und das Energiesparen erschwere.

Die Umweltverbände kritisieren auch die EU-Kommission. Sie versäume nicht nur bei Computern und Monitoren eine europaweit verbindliche Energiekennzeichnung einzuführen. Bei Druckern, Kopierern und Faxgeräten verzichte sie bisher auf gesetzliche Vorgaben zum Stromverbrauch und setze stattdessen auf Selbstverpflichtungen der Industrie.
(BUND, 08.03.2010 - DLO)
 
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