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Mittwoch, 29.03.2017
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200 Millionen Euro für fünf Hightech-Flaggschiffe

Deutschland Vorreiter in der Clusterförderung

Der deutschlandweite Spitzencluster-Wettbewerb des Bundesforschungsministeriums (BMBF) fördert Regionen, in denen auf herausragende Weise Wirtschaft und Wissenschaft zusammenarbeiten. Gestern hat nun Forschungsministerin Annette Schavan die fünf Sieger der zweiten Runde bekannt gegeben.
Die Sieger des Spitzencluster-Wettbewerbs

Die Sieger des Spitzencluster-Wettbewerbs

Diese sind der „Software-Cluster“, der „Münchner Biotech Cluster - m4“, „Medical Valley Europäische Metropolregion Nürnberg“, „MicroTEC Südwest“ sowie der „EffizienzCluster LogistikRuhr“.

Signal für Wachstum, Innovation und langfristige Beschäftigung


„Auch für diese fünf Gewinnercluster, die bereits zur zweiten Generation des Spitzencluster-Wettbewerbs gehören, ist eine Förderung von insgesamt bis zu 200 Millionen Euro über einen Zeitraum von fünf Jahren vorgesehen“, verkündete Schavan. „Mit der Unterstützung der leistungsfähigsten Cluster aus Wissenschaft, Wirtschaft und weiteren Partnern einer Region geben wir gerade in Zeiten der Krise ein wichtiges Signal: Für Wachstum, Innovation und langfristige Beschäftigung ist der Brückenschlag zwischen wissenschaftlichen Einrichtungen und Unternehmen unverzichtbar.“

Eine hochrangig besetzte unabhängige Jury unter Vorsitz von Professor Andreas Barner von Boehringer Ingelheim wählte die neuen Spitzencluster im Rahmen der Hightech-Strategie aus. In Clustern arbeiten Unternehmen, wissenschaftliche Einrichtungen und verbundene Institutionen regional entlang einer Wertschöpfungskette zusammen.


Enormes, kreatives Engagement


Die Gewinner der zweiten Wettbewerbsrunde haben durch ihre strategischen Konzepte, ihre Leistungsfähigkeit und die maßgebliche finanzielle Einbindung von Wirtschaft und privaten Investoren überzeugt, so die Jury. „Die Innovationskraft, das hohe Entwicklungspotenzial sowie das enorme, kreative Engagement der fünf Spitzencluster ist beeindruckend. Der Wettbewerb hat zudem bei allen Clusterbewerbern und ihren Regionen eine Aufbruchsstimmung und nachhaltige Mobilisierung weit über den Auswahlprozess hinaus erzeugt“, sagte Barner.

Und Schavan ergänzte: „Mit dem Spitzencluster-Wettbewerb als einem Flaggschiff der Hightech-Strategie der Bundesregierung haben wir auch eine Führungsrolle in der Clusterförderung in Europa übernommen.“

Mit den bereits 2008 gekürten Spitzenclustern der ersten Wettbewerbsrunde werden nun insgesamt zehn Cluster durch das BMBF gefördert. In der zweiten Runde hatten sich 23 Cluster beworben.

Die Gewinner im Detail


„Software-Cluster“ in der Region um Darmstadt, Kaiserslautern, Karlsruhe, Saarbrücken und Walldorf
Der Software-Cluster beschäftigt sich mit Softwareinnovationen für das digitale Unternehmen. Der Innovationssprung liegt hierbei in der „emergenten Software„. Emergenz - die Herausbildung von Mehrwert über die Summe der Teile hinaus - steht für Effizienzsteigerung und Adaptivität im Unternehmen und zwischen Unternehmen. Emergente Software ermöglicht neue Geschäftsmodelle für die digitalen Unternehmen der Zukunft.

„Münchner Biotech Cluster - m4“ in Bayern
Steigerung der individuellen Wirksamkeit und Sicherheit neuer Medikamente sowie Verbesserung des Entwicklungsprozesses - dieses Ziel verfolgt der Münchner Biotech Cluster. 100 Partner aus Industrie, wissenschaftlichen Einrichtungen und Kliniken arbeiten daran, die größten Probleme in der heutigen Medikamentenentwicklung zu lösen und innovative Therapiekonzepte zu entwickeln. Der national führende Standort München soll auch international als bedeutende Exzellenz- und Modellregion der personalisierten und zielgerichteten Medizin etabliert werden.

Cluster „Medical Valley Europäische Metropolregion Nürnberg“ in Bayern
Der auf Medizintechnik spezialisierte Cluster entwickelt interdisziplinär Technologien in Bereichen wie Bildgebende Diagnostik, Intelligente Sensorik und Augenheilkunde. Diese tragen dazu bei, die Effektivität und Effizienz der Gesundheitsversorgung deutlich zu verbessern. Etwa 180 Medizintechnikunternehmen mit 16.000 Beschäftigten sind aktuell im Cluster aktiv. Ziel ist es, die weltweite Führungsposition in vielen medizintechnischen Produktkategorien auszubauen.

Cluster „MicroTEC Südwest“ in Baden-Württemberg
Im Netzwerk aus Wirtschaft und Forschung entwickelt der branchenübergreifende Technologiecluster innovative Lösungen für die Systemtechnik und die Produkte der Zukunft. Im Mittelpunkt steht eine Verbesserung der Lebensqualität und Sicherheit der Menschen durch Benutzerfreundlichkeit und einen schonenden Umgang mit der Umwelt. Ziel von „MicroTEC Südwest“ ist es, zu dem Standort weltweit für Spitzenlösungen in der Mikrosystemtechnik zu avancieren.

„EffizienzCluster LogistikRuhr“ im Ruhrgebiet
Der Logistik-Cluster strebt den Ausbau der globalen Führungsposition des Wirtschaftsstandortes im Bereich innovativer Logistiklösungen und -technologien an. Der Fokus liegt hierbei auf der inhaltlichen Neupositionierung: Im Mittelpunkt zukunftsweisender Logistik steht die Effizienz im Umgang mit Ressourcen - sowohl in ökonomischer als auch in ökologischer Hinsicht.
(BMBF, 27.01.2010 - DLO)
 
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