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Donnerstag, 27.07.2017
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Klimawandel: Mehr Jahrhundertfluten in den Alpen

Starke Überschwemmungen fünf Mal häufiger bei zwei Grad Erwärmung

Bewohner der Alpen und anderer Hochgebirge müssen sich in Zukunft nicht nur auf schmelzende Gletscher einstellen, sondern auch auf immer häufigere „Jahrhundertfluten“. Das zeigt eine jetzt in der Fachzeitschrift „Geophysical Research Letters“ veröffentlichte Studie. Berechnungen ergaben, dass bei einer Erwärmung um zwei Grad Celsius starke Überschwemmungen fünf Mal häufiger auftreten werden als bisher.
Schweizer Alpen

Schweizer Alpen

Die Gebirgsregionen der Erde sind nicht nur geologische Phänomene und Quellgebiet für einige der größten Flüsse unseres Planeten, sie sind auch Heimat von mehr als 800 Millionen Menschen. Der Jahresgang der Temperaturen und der damit verbundene Wechsel von Schneefall und Schneeschmelze prägen Landschaft und Leben hier. Entsprechend anfällig sind die Regionen auch gegenüber Temperaturveränderungen wie jetzt durch den Klimawandel. Welche Folgen aber die Erwärmung konkret auf die Gefahr von Sturzfluten und Überschwemmungen in den Gebirgen hat, war bisher umstritten.

Jetzt aber hat die Forscherin Paola Allamano gemeinsam mit Kollegen der Polytechnischen Universität von Turin diese Frage erneut untersucht und neue Daten dazu geliefert. Das Wissenschaftlerteam sammelte Daten zum Wasserabfluss von 27 Messstationen in den Schweizer Alpen. Mit Hilfe eines Wahrscheinlichkeitsmodells analysierten sie anschließend, wie sich das Überschwemmungsrisiko bei Änderungen der Temperatur, des Niederschlags und der Topographie der Gebirgsregionen verhielt.

Das Ergebnis bestätigt die Annahmen, dass die globale Erwärmung das Überschwemmungrisiko auch in den Gebirgsregionen deutlich erhöht. Wenn die globalen Temperaturen um zwei Grad Celsius ansteigen, so die Berechnungen, dann könnten „Jahrhundertfluten“ zukünftig fünf Mal häufiger auftreten als bisher. Schon jetzt zeigten die Daten eine größere Häufigkeit starker Überschwemmungen in den letzen Jahren.
(American Geophysical Union, 22.01.2010 - NPO)
 
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