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Dienstag, 17.01.2017
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Zuviel Protein verhindert Schwangerschaft

Gen beeinträchtigt fötale Entwicklung

Frauen, die ihre Essensgewohnheiten nach proteinreichen Diäten ausrichten, verringern dadurch ihre Chancen auf eine Schwangerschaft. Das ist das Ergebnis von Studien an der Universität von Colorado,. Die Forscher stellten fest, dass bei Mäuse, die eine Diät mit einem 25-prozentigen Proteinanteil erhielten, die Embryoalentwicklung beeinträchtigt wird. Das berichtete BBC Online am Montag.
Mutter mit Neugeborenem

Mutter mit Neugeborenem

Die Forscher vermuten, dass auch Frauen, die sich zu über 30 Prozent von Protein ernähren, Probleme haben könnten, schwanger zu werden. Eine Sprecherin der bekannten Atkins-Diät entgegnete dagegen, sie kenne Fälle, bei denen die Diät die Chance auf eine Schwangerschaft sogar erhöhte. Ob sich diese Erkenntnisse bei Menschen, die ja Allesfresser sind, bestätigen, bleibt abzuwarten.

Die Forscher fütterten weibliche Mäuse mit einem hohen Anteil an Protein (25 Prozent) beziehungsweise einem normalen Anteil (14 Prozent). Es zeigte sich, dass die Mäuse mit der hohen Protein-Diät einen viermal so hohen Anteil an Ammonium in ihren Fortpflanzungsorganen aufwiesen. Frühere Forschungen haben gezeigt, dass ein hohes Niveau von Ammonium Mäuse-Embryos schädigen und die Föten-Entwicklung beeinträchtigen kann, indem es ein Schlüssel-Gen - H19 - angreift, das das Wachstum kontrolliert.

Die Forscher nahmen bisher an, dass das Gen nur aktiviert wird, wenn es von der Mutter geerbt wird. Doch bei zwei Drittel der Embryos von Mäusen mit hoher Protein-Diät schaltete sich das H19-Gen des Vaters ein. Diese Embryonen konnten sich später nicht entsprechend in der Gebärmutter entwickeln. Die Studie fand heraus, dass sich nur rund ein Drittel der Embryos in Müttern mit der hohen Protein-Diät entwickelten, im Vergleich zu 70 Prozent bei sich normal ernährenden. 65 Prozent der Hoch-Protein-Embryos wurden zum Fötus, verglichen mit 81 Prozent von der normalen Diät-Gruppe. Und während sich alle Embryos dieser Gruppe weiterentwickelten, waren es bei der Gruppe mit der hohen Protein-Diät nur 84 Prozent.


David Gardner, Leiter der Studie, erklärte der BBC: "Die Rate fötaler Entwicklung wurde als Ergebnis der hohen Protein-Diät der Mutter erheblich reduziert." Er betonte jedoch, man müsse vorsichtig sein, diese Daten zu auf den Menschen zu übertragen, weil es sich bei Mäusen um Pflanzenfresser handelt.

Eine Sprecherin von Atkins sagte: "Die Studienobjekte waren Mäuse, die Pflanzenfresser sind. Ob diese Erkenntnisse auf Menschen zutreffen, die Allesfresser sind, ist nicht bekannt." Außerdem hätten andere Forschungen ergeben, dass die Reduktion von Kohlehydraten, wie es von der Atkins-Diät empfohlen wird, übergewichtigen Frauen mit polyzystischem Ovar helfen könnte, schwanger zu werden.
(PTE, 29.06.2004 - NPO)
 
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