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Montag, 27.03.2017
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Dubai: Burj Tower höchstes Haus der Welt

Deutsche Firmen lieferten Edelstahl für die Fassade

Mit 828 Metern ist der Burj Tower in Dubai ab jetzt offiziell das höchste Gebäude der Welt. Der Wolkenkratzer wurde am 4. Januar 2010 im Rahmen einer feierlichen Zeremonie mit Feuerwerken, Lasershow und Wasserfontänen eingeweiht und ist nun für die Allgemeinheit zugänglich. Das Mega-Bauwerk mit insgesamt 57 Aufzügen beherbergt unter anderem ein Luxus-Hotel, über 1.000 Wohnungen und hunderte von Büros.
Burj-Tower

Burj-Tower

Der Burj Tower, auch „Burj Khalifa“ genannt, ist 320 Meter höher als Taipei 101 in Taipeh, der mit 508 Metern seit 2004 den Weltrekord als höchstes Gebäude der Welt hielt. Der gewaltige Turm in Dubai besteht aus insgesamt 330.000 Kubikmetern Beton, 39.000 Tonnen Bewehrungsstahl und 142.000 Quadratmetern Glasfläche. Für seine Errichtung wurden 22 Millionen Arbeitsstunden benötigt.

Besucherplattform auf der 124. Etage


Burj Khalifa hat darüber hinaus das höchste belegte Stockwerk der Welt auf mehr als 550 Metern Höhe, die höchste Besucherplattform im Freien - At the Top auf der 124. Etage - und den höchsten Servicefahrstuhl, der auf 504 Meter Höhe fährt.

Mohamed Alabbar, Vorstandsvorsitzender des Bauträgers Emaar Properties, erklärte bei der Eröffnung, dass die Welt nun einen neuen Maßstab für den Bau von Hochhäusern habe: „Burj Khalifa ist ein Beispiel für globale Zusammenarbeit und die enorme positive Energie, die entstehen kann, wenn Menschen aus aller Welt zusammen kommen, um ein gemeinsames Ziel zu verwirklichen. Tausende von Experten und Facharbeitern aus aller Welt haben an diesem einmaligen Vorhaben mitgewirkt.“


Das höchste Gebäude der Welt

Das höchste Gebäude der Welt

Platz für 12.000 Menschen


Bei der Errichtung des Burj Khalifa kamen die neusten Entwicklungen im Wind Engineering und der Baustatik sowie die neusten Bausysteme, Baumaterialien und Bauverfahren zum Einsatz. Die gestalterische Konzeption des Turms war auf die 12.000 Menschen, die hier leben und arbeiten werden, ausgerichtet. Die Übergabe an die verschiedenen privaten und gewerblichen Bewohner des Burj Khalifa beginnt bereits im Februar.

Mit einer bebauten Gesamtfläche von rund 560.000 Quadratmetern verfügt Burj Khalifa neben dem mit Spannung erwarteten Armani Hotel Dubai und den Armani Residences über mehr als 185.000 Quadratmeter Wohn- und fast 30.000 Quadratmeter hochwertiger Büroflächen. Daneben bietet der Turm moderne Clubs, Wellness- und Fitness-Center und Gourmetrestaurants.

Jede Menge Edelstahl aus Deutschland


Geschmückt ist die Fassade des Burj Towers mit Edelstahl, der in Deutschland hergestellt worden ist. Die ThyssenKrupp Nirosta in Krefeld fertigte das Material, das dann anschließend im Werk Dillenburg gewalzt wurde. Die deutsche Partnerfirma Strukturmetall bei Heilbronn bearbeitete den Werkstoff weiter und lieferte diesen nach Dubai - insgesamt rund 400 Tonnen.

Dort wurden diese in Streifen geschnitten. Die am Ende 420 Millimeter breiten Bänder sind an den Stirnseiten der Etagen-Plattformen angebracht und umfassen die riesigen Glasfenster der Außenfront.

Bei der Auswahl des Werkstoffs für Teile der Fassade ließen sich die Ingenieure und Hochbauer in den Vereinigten Arabischen Emiraten nicht nur von der Widerstandskraft gegen Umwelteinflüsse und der architektonischen Schönheit von Edelstahl leiten. Sie achteten auch darauf, dass das Material in der Sonne nicht zu stark spiegelt und dadurch eine Störung der den Flughafen Dubai anfliegenden Piloten vermieden wird.

Muster garantiert höhere Steifigkeit


„Die besondere Herausforderung war es, eine gleichmäßig hohe Oberflächenqualität für diese riesige Fassade zu gewährleisten“, betont Gert Weiß von ThyssenKrupp Nirosta. Und Helmut Baumgartl von Strukturmetall ergänzt: „Die Anforderungen des Projektentwicklers Emaar in Dubai waren sehr hoch. Deshalb wollte der Auftraggeber für den Burj Tower unbedingt Material und Know-how aus Deutschland.“

Die Aufgabe von Strukturmetall war es, in die glatten Edelstahl-Platten ein Muster (5WL) einzuprägen. „Damit erreicht man höhere Steifigkeit und somit eine spezifische Gewichtsreduzierung“, so Baumgartl.
(idw - ThyssenKrupp / Government of Dubai, 04.01.2010 - DLO)
 
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