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Freitag, 20.01.2017
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Erste Nebelwarnanlage Europas installiert

Wettersensoren warnen bei Nebel auf der Autobahn

Im Herbst und Winter hält das Wetter manch unangenehme Überraschung für Autofahrer bereit: Regenschauer, Schneegestöber und Nebelbänke bergen zusätzliche Gefahren für den Straßenverkehr: In diesen Jahreszeiten kommt es häufig zu Massenkarambolagen. Um schwere Unfälle künftig zu vermeiden, errichtet Siemens für die österreichische Autobahnen und Schnellstraßen Finanzierungs AG (Asfinag) eine Nebelwarnanlage, die einmalig in Europa ist.
Nebel im Straßenverkehr

Nebel im Straßenverkehr

Auf einer zehn Kilometer langen Strecke der A1 von Wien nach Salzburg analysieren Wettersensoren selbständig die Sichtverhältnisse. Dabei wird ein Lichtimpuls wie in einer Lichtschranke auf ein Detektorfeld projiziert. Je geringer die Stärke des empfangenen Lichtsignals ist, desto geringer ist auch die Sichtweite. Bei einer Verschlechterung der Wetterlage durch Schneefall oder Nebel werden die Autofahrer über Wechselverkehrzeichen auf die Gefahr aufmerksam gemacht und aufgefordert, ihr Tempo zu reduzieren. Gleichzeitig wird automatisch die Nebelwarnzentrale der zuständigen Autobahnmeisterei alarmiert. Mit Hilfe von sechs Videokameras kann sich das Personal ein Bild der Lage machen, gegebenenfalls zusätzliche Warnhinweise geben und bei Unfällen schnell Rettungsmaßnahmen einleiten.

Auch das Verhalten der Verkehrsteilnehmer lässt sich auf diese Weise beobachten. Die Verkehrsexperten erhoffen sich wertvolle Hinweise darauf, wie sehr sich die Autofahrer an die Warnhinweise halten - mit möglichen Folgen für die Verkehrserziehung und die Höhe der verhängten Bußgelder bei Regelverstößen. Das Projekt ist Teil einer ehrgeizigen Initiative der österreichischen Regierung mit dem Ziel, die Zahl der Verkehrstoten bis 2010 zu halbieren. In Zukunft werden sich Fahrer ausgewählte Videobilder von der Autobahnstrecke auch im Internet, unter www.asfinag.at, bereits vor Beginn der Reise ansehen können, um sich frühzeitig ein Bild von den Witterungsverhältnissen machen zu können.
(Informationsdienst Wissenschaft - idw - - Pressemitteilung Siemens AG, 22.01.2004 - NPO)
 
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