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Donnerstag, 30.03.2017
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Klimagipfel: Zwölf Tage um die Welt zu retten

Veranstaltung in Kopenhagen einmalige Chance zum Erfolg?

Ab heute treffen in Kopenhagen Vertreter von 192 Staaten zusammen, um auf der UN-Klimakonferenz ein globales Klimaabkommen zu verhandeln, das die Welt vor den schlimmsten Folgen des Klimawandels bewahrt. Nach Ansicht des WWF sowie vieler Wissenschaftler und Politiker muss sich die internationale Staatengemeinschaft darauf einigen, die globale Erwärmung deutlich unterhalb der Gefahrenschwelle von 2°C zu begrenzen.
Treibhausgasemissionen

Treibhausgasemissionen

Um diese gemeinsame Vision zu erreichen, müsse die Gruppe der Industrieländer ihre Treibhausgasemissionen bis 2020 um mindestens 40 Prozent unter den Wert von 1990 senken, so die Natur- und Umweltschutzorganisation. Auch die USA müssen vergleichbaren Verpflichtungen zustimmen.

WWF fordert konkrete Ergebnisse


„Wir brauchen kein vages Abkommen, das zu einem unendlichen Verhandlungsmarathon führt, sondern konkrete Ergebnisse. Wir müssen das einzigartige politische Momentum für den Klimaschutz in Kopenhagen nutzen und damit unsere Lebensgrundlagen bewahren“, erklärt Regine Günther, Leiterin Klimaschutz beim WWF.

Damit die weltweiten Emissionen nicht weiter ansteigen, müssten auch die Entwicklungs- und Schwellenländer Maßnahmen ergreifen und ihren Treibhausgas-Ausstoß bis 2020 um mindestens 30 Prozent unter das „Business-as-usual“-Szenario reduzieren. Dabei müssen sie laut WWF von den Industrieländern finanziell unterstützt werden.


Erfolg nur eine Frage des politischen Willens


„Der Großteil der vorhandenen CO2-Emissionen geht auf das Konto der Industrienationen. Daher müssen diese sowohl bei der Reduzierung der Emissionen als auch bei der Finanzierung die Führungsrolle übernehmen“, so Günther. Den Entwicklungs- und Schwellenländern müsse langfristig für Klimaschutz, die Anpassung an den Klimawandel sowie den Schutz der Wälder finanzielle Unterstützung in Höhe von 110 Milliarden Euro jährlich zugesagt werden.

„Am Ende des Klimagipfels muss sicher sein, dass ab 2013 ein internationaler, rechtsverbindlicher Klimaschutzvertrag in Kraft treten kann“, so Günther. „Der Erfolg in Kopenhagen ist allein eine Frage des politischen Willens.“

BEE: Erneuerbare Energien schützen Klima durch nachhaltiges Wachstum


Zum Auftakt der Weltklimakonferenz hat der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) ebenfalls dazu aufgerufen, die großen Chancen des Klimaschutzes zu ergreifen. Die zwingende Notwendigkeit, den Treibhausgasausstoß zu reduzieren, könne und müsse genutzt werden, um den überfälligen Umbau der Wirtschaft global voranzutreiben.

Mit den Erneuerbaren Energien aus Wind, Sonne, Wasser, Bioenergie sowie Erd- und Umweltwärme stünden verschiedene ausgereifte Technologien zur Verfügung, um die CO2-Emissionen schnell zu senken und gleichzeitig eine sichere Energieversorgung zu gewährleisten. Nur so werde der Ressourcenverbrauch drastisch verringert und mehr Wohlstand für alle unter ökologisch verträglichen Bedingungen möglich.

Erneuerbare Energien und Energieeffizienz


„Erneuerbare Energien sind in Kombination mit einer deutlichen Steigerung der Energieeffizienz der wichtigste Teil der Lösung unseres Klimaproblems. Gleichzeitig können wir mit diesen Technologien Arbeitsplätze schaffen, regionale Wertschöpfung steigern und die Abhängigkeit von teuren Rohstoffimporten senken. Der Klimagipfel in Kopenhagen muss den Erneuerbaren Energien deshalb jetzt weltweit zu einem schnellen Durchbruch verhelfen“, erklärte BEE-Präsident Dietmar Schütz.

Die großen Potenziale der Erneuerbaren Energien hätten sich in der Vergangenheit beispielsweise in Deutschland gezeigt. So sei ihr Anteil allein im Stromsektor durch entschlossenes politisches Handeln in den vergangenen zehn Jahren von fünf auf über 15 Prozent verdreifacht worden. Insgesamt seien in der deutschen Erneuerbaren-Branche 280.000 Arbeitsplätze entstanden, ihr Umsatz betrage rund 30 Milliarden Euro pro Jahr.

Zeichen der Zeit erkennen


„Diese Zahlen zeigen, dass Klimaschutz und wirtschaftlicher Erfolg Hand in Hand gehen können“, unterstreicht Schütz. Immer mehr Länder setzen gezielt auf den Ausbau der Erneuerbaren Energien. Die Gründung der Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien (IRENA), der inzwischen über 130 Staaten beigetreten sind, sei das passende politische Signal dazu. Vom weltweit wachsenden Markt könne insbesondere Deutschland als Technologieführer in diesem Bereich profitieren.

Schütz: „Wer wie BDI-Vizepräsident Thumann nur vor den Lasten des Klimaschutzes für die Wirtschaft warnt, hat die Zeichen der Zeit nicht erkannt. Es gilt jetzt vielmehr, den Blick auf die großen Chancen zu richten, die der Klimaschutz national wie international eröffnet.“
(WWF Deutschland/Bundesverband Erneuerbare Energie, 07.12.2009 - DLO)
 
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