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Dienstag, 17.01.2017
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Atmosfair schafft Klimaausgleich

BMU will Dienstflüge klimaneutral gestalten

Fliegen belastet das Klima wie keine andere Art der Fortbewegung. Wer dennoch fliegen will oder muss, kann jetzt sein Gewissen beruhigen: Die Umweltorganisation Germanwatch, das Forum Anders Reisen und die Firma 500ppm haben gemeinsam mit dem BMU die Initiative "Atmosfair" entwickelt. Mit "atmosfair" kann jeder Fluggast berechnen, welche Menge an Klimagasen sein Flug verursacht und die entsprechende Summe der Initiative zur Verfügung stellen. Diese nutzt ihn zur Finanzierung konkreter Klimaschutzprojekte in Entwicklungsländern.
Landendes Flugzeug

Landendes Flugzeug

So müssten beispielsweise die rund 560 Kilogramm CO2, die jeder Passagier auf einem Hin- und Rückflug von Frankfurt nach Mallorca verursacht, mit 10 Euro ausgeglichen werden. Wer bei atmosfair mitmachen will, kann diesen Betrag entweder gleichzeitig mit seinem Flugticket über einen Reiseveranstalter des forum anders reisen bezahlen - oder direkt über die Homepage unter http://www.atmosfair.com .

Alle atmosfair-Projekte entsprechen laut Kyoto-Protokoll dem Clean Development Mechanism (CDM). Der im Rahmen dieses Mechanismus für saubere Entwicklung stattfindende Technologietransfer hilft den Industriestaaten, ihre Klimaverpflichtungen zu erfüllen, indem sie in Entwicklungsländern Investitionen zur Emissionsminderung taäigen. Gleichzeitig wird so in den Entwicklungsländern eine nachhaltige Entwicklung unterstützt, weil dadurch neue Technologien eingesetzt werden, die die Entwicklungsländer häufig selbst nicht finanzieren könnten.

Bundesumweltminister Jürgen Trittin, der die Schirmherrschaft über das Projekt übernommen hat, beabsichtig, in einem Forschungsvorhaben in der Pilotphase die Dienstflüge des Bundesumweltministeriums und seiner nachgeordneten Behörden nach atmosfair-Standards durch Förderung von Klimaschutzprojekten im Ausland auszugleichen. "Ich hoffe, dass wir Mitte nächsten Jahres alle fachlichen und haushaltsmäßigen Voraussetzungen geschaffen haben, um unsere Dienstflüge im Sinne von atmosfair klimaneutral zu gestalten", erklärte der Minister.
(BMU/PTE, 24.06.2004 - NPO)
 
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