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Sonntag, 26.03.2017
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Hormonersatztherapie erhöht das Demenzrisiko

Behandlung mit Östrogen schützt nicht vor Demenz

Eine Studie des Wake Forest University Baptist Medical Center hat nachgewiesen, dass eine Hormontherapie das Risiko einer Demenzerkrankung erhöhen kann. Bisher waren Wissenschaftler davon ausgegangen, dass eine derartige Behandlung eine Erkrankung eher verzögert oder sogar verhindert.
Östrogen

Östrogen

Die US Women's Health Initiative Study ergab jetzt, dass eine Behandlung auf Östrogenbasis das Demenzrisiko erhöhen kann. Die Ergebnisse der Studie wurden im Journal of the American Medical Association veröffentlicht. Frühere Studien des Teams hatten laut BBC nachgewiesen, dass auch eine kombinierte Hormonbehandlung das Erkrankungsrisiko erhöhen kann.

Die Wissenschaftler ersuchten rund 3.000 Frauen zwischen 65 und 79 Jahren täglich eine Östrogendosis in Form einer Tablette oder ein Blindpräparat einzunehmen. Weitere 4.500 Frauen erhielten entweder eine kombinierte Östrogen/Progestin Behandlung oder ein Blindpräparat. 1995, bei Beginn der Studie, litt keine der Teilnehmerinnen an Demenz.

Die Auswertung der Daten beider Gruppen zeigte, dass Hormonbehandlung das Risiko im Vergleich zu den Kontrollgruppen um 76 Prozent erhöhte. Die Wissenschaftler betonen, dass trotz dieses hohen Prozentsatzes, die Anzahl der erkrankten Frauen vergleichsweise gering war. Der Wissenschaftler Stephen Rapp erklärte gegenüber BBC News Online, dass diese Ergebnisse deutlich machten, dass die Hormontherapie nicht als Schutz gegen eine Demenzerkrankung eingesetzt werden sollte.
(PTE, 24.06.2004 - NPO)
 
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