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Startschuss für neues Erderkundungs-System
Rapid Eye: Geo-Informationen aus dem All
In Berlin ist der Startschuss für ein neues Erderkundungsprojekt gegeben worden. Die fünf Satelliten von Rapid Eye sollen ab dem Jahr 2007 täglich von jedem Punkt der Erde eine Aufnahme machen. Der Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Wolf-Dieter Dudenhausen, lobte das Konzept des nationalen Raumfahrtprojekts in öffentlich-privater Partnerschaft am Montag in Berlin als zukunftsweisend.
Rapid Eye Satelliten
Rapid Eye Satelliten
© Rapid Eye AG
Nach Abschluss der Finanzierung des Rapid Eye-Systems kann der Einstieg in eine neue Qualität von Erderkundungs-Datenservices beginnen. Das Satellitensystem Rapid Eye umfasst fünf Satelliten mit optischen Kameras, die erstmals in der Lage sein werden, hohe Wiederholraten und damit eine hohe Aktualität der Informationsprodukte zu gewährleisten. Es wird täglich von jedem Punkt der Erde eine Aufnahme machen können. Sollten Wolken dies verhindern, so besteht im Gegensatz zu anderen Systemen bereits 24 Stunden später die nächste Aufnahmemöglichkeit.

Daten nützen Landwirtschaft und Katastrophenhilfe
Für kommerzielle Kunden aus Landwirtschaft, Ernährungsindustrie, von Versicherungen, aber auch von Organisationen, die im Bereich Katastrophenhilfe tätig sind, werden die Datenprodukte von hohem Nutzen sein. Denn sie umfassen thematische Karten wie Bestimmung von Ernteschäden, Ernteplanung und- vorhersagen genauso wie digitale Höhenmodelle. Darüber hinaus sollen die Informationen staatlichen und internationalen Einrichtungen zur Verfügung gestellt werden, bspw. zur Kontrolle von Umweltvereinbarungen, zur Bereitstellung für humanitäre Einsätze und auch zur Erstellung einer europaweiten einheitlichen Datenbasis.

Neben der kommerziellen Nutzung ermöglicht das DLR durch diese Investition den deutschen Wissenschaftlern die kostenlose routinemäßige Nutzung von Fernerkundungsdaten in zahlreichen geowissenschaftlichen sowie umweltforschungsrelevanten Anwendungsfeldern. Hierzu zählen die Beobachtung des Vegetationszustandes, Indikatoren des "Umweltstresses" und die Folgen von Naturkatastrophen.

Der zukünftige Sitz des Unternehmens wird nahe Berlin in Brandenburg an der Havel sein. Die Rapid Eye AG investiert insgesamt 150 Millionen Euro in das neue System, in die auch 37 Millionen Euro Zuwendung des Landes Brandenburg einfließen.
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