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Dienstag, 24.10.2017
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Offshore-Windparks: bis 2020 Strom für 37 Millionen Haushalte

Wachstum im kommenden Jahrzehnt jährlich um 32 Prozent

Die Kapazität von Offshore-Windparks könnte bis zum Jahr 2020 weltweit bis auf 55 Gigawatt ansteigen. Dies entspricht dem Energiebedarf von fast 37 Millionen europäischen Haushalten. Das ist eines der Ergebnisse eines aktuellen Berichts zur Entwicklung der Offshore Windparks, vorgestellt von der Energieberatungsfirma ODS-Petrodata. Die derzeit installierte Kapazität beträgt noch weniger als zwei Gigawatt.
Offshore-Windpark

Offshore-Windpark

Windkraftanlagen vor der Küste gelten als Energie der Zukunft. Hier ist der Wind besonders stetig und stark und die Anlagen können keine Anwohner stören. Noch allerdings steckt die Entwicklung der Offshore-Windparks in vielen Ländern – und auch in Deutschland – erst in den Anfägen. Dies aber könnte sich bald ändern: Auf der Basis einer Analyse von mehr als 700 Projekten und Prognosen geht die Energieberatungsfirma ODS-Petrodata davon aus, dass bis zum Jahre 2014 in diesen Sektor 61,4 Mrd. US-Dollar investiert werden. Im Zeitraum von 2016 bis 2020 könnten sich diese Investitionsausgaben sogar noch einmal verdoppeln.

„Die Kreditkrise und andere einschränkende Faktoren haben den Markt zwar gebremst, es besteht in diesem Sektor jedoch auch weiterhin eine immense Geschäftsgelegenheit", erklärte David Gault, Renewables Manager bei ODS-Petrodata. "Hierbei handelt es sich um große Industrieprojekte für deren Fertigstellung große Mengen an Gerätschaften, Arbeitskraft und Innovation erforderlich sein werden.“ Nach Ansicht des Experten eigne sich der Zeitpunkt ausgezeichnet für Unternehmen in anderen Sektoren, beispielsweise in der Offshore-Öl- und Gasförderung, um zu überlegen, ob sie nicht auch ein Stück von diesem Kuchen abhaben möchten.

Deutschland als zukünftige „Windmacht“


Großbritannien hält derzeit sowohl hinsichtlich der installierten Kapazität als auch der laufenden Projekte eine Führungsrolle. 2013 und 2014 könnten sich die Aktivitäten dort jedoch abschwächen. Deutschland werde diesen Rückgang voraussichtlich mehr als ausgleichen und sich ab 2014 zu einer Macht in diesem Sektor entwickeln. Langfristig sollen auch China und die USA eine bedeutende Rolle spielen.


In den Projekten gibt es einen starken Trend hin zu Anlagen in tieferen Gewässern weiter vom Land entfernt. Dies dürfte, so der Bericht, neue Gelegenheiten für innovative Aufbauverfahren, neue Schiffskonstruktionen, Fundamente für den Einsatz in Tiefseegewässern, Kabel zur Übertragung von Strom über lange Strecken sowie neue Möglichkeiten zur Bewältigung von Betriebs- und Wartungsproblemen schaffen.

Auch Asien steigt ein


Engpässe in der Lieferkette sollen dem Bericht nach durch neue Marktteilnehmer behoben werden. Mehrere junge europäische Hersteller von Turbinen, die für einen Offshore-Einsatz geeignet sind, könnten schon in den nächsten Jahren die bisherige Vorherrschaft von Siemens und Vestas herausfordern. Hinzu kommen sollen in der Zukunft auch diverse asiatische Hersteller, unter anderem südkoreanische Konglomerate wie Hyundai und mindestens zehn chinesische Firmen.
(ODS-Petrodata, 24.08.2009 - NPO)
 
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