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Freitag, 26.05.2017
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Nano-Tröpfchen nahe dem absoluten Nullpunkt

Forscher beeinflussen erstmals magnetische Eigenschaften

Viel zu frostig für eine sommerliche Erfrischung sind die Temperaturen, mit denen Physiker Nano-Teilchen bis nahe an den absoluten Nullpunkt abkühlen. Die Teilchen entwickeln dann eine eigene Wellen-Natur, die die Forscher für quantenphysikalische Versuche nutzen. Jetzt ist es den Forschern erstmals gelungen, die magnetischen Eigenschaften der gekühlten, nur wenige Nanometer großen Tröpfchen gezielt zu beeinflussen. Die Ergebnisse ihrer Arbeit präsentieren sie in der der Fachzeitschrift "Physical Review Letters".
Das erfolgreiche Physiker-Trio

Das erfolgreiche Physiker-Trio

„Angedockte" Atome


Das besondere Interesse der Physiker um Wolfgang Ernst, Carlo Callegari und Markus Koch gilt den "kleinsten Größen": Sie kühlen Helium-Tröpfchen mit nur etwa acht Nanometern Durchmesser, also einem Tausendstel eines Haares, auf eine Temperatur möglichst nahe am absoluten Nullpunkt. An diese Tröpfchen "docken" sie in einer selbst entwickelten Maschine Atome anderer Stoffe an - die Forscher sprechen von "Dotation".

Beim darauffolgenden Flug durch einen Laserstrahl, ein magnetisches Feld und Mikrowellen bekommen die dotierten Teilchen schließlich eine gewünschte magnetische Ausrichtung. Mit einem weiteren Laser messen die Forscher die Veränderung und erhalten so den Beweis für die gezielte Beeinflussung der atomaren Elemente.

Anwendungen in der Elektronik


„Unser Erkenntnisinteresse bezieht sich auf ein besseres Verständnis der Eigenschaften von Stoffen, durch das wir aber zugleich beitragen wollen, dass Anwendungen für die Praxis weiter erschlossen werden", erklärt Wolfgang Ernst, Leiter des Instituts für Experimentalphysik, der den jüngsten Erfolg gemeinsam mit seinen Mitarbeitern Carlo Callegari und Markus Koch erzielt hat.


Potenzielle Anwendungen für Forschung in der Quantenphysik finden sich etwa in der Elektronik: Die Quantencomputer der Zukunft sollen leistungsfähiger und weit sicherer sein als heutige Rechner.
(Technische Universität Graz, 23.07.2009 - NPO)
 
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