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Montag, 29.05.2017
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Honig besser als Antibiotika

Studie belegt große Wirkung bei der Behandlung von Wunden und Infektionen

Manche Honigsorten wirken bei der Behandlung von oberflächlichen Wunden und Infektionen effektiver als Antibiotika. Dies hat jetzt eine neue Studie australischer Forscher gezeigt.
Honig

Honig

Antibiotika wirken in der Regel nur gegen bestimmte Bakterien. Die meisten Bakterien, die Infektionen in Krankenhäusern verursachen, sind noch dazu gegen mindestens eines der Mittel resistent.

Honig hat alle Erreger im Griff


Die in der Untersuchung der Forscher der University of Sydney eingesetzten Honigsorten wirkten jedoch gegen alle getesteten Erreger, darunter auch multiresistente Bakterien. Was nach Angaben der Wissenschaftler besonders entscheidend ist: die Bakterien passten sich nicht an und entwickelten keine Resistenz gegenüber dem Honig, wie dies bei Antibiotika der Fall ist.

Medizinischer Honig kann Cremes ersetzen


Die von den Forschern verwendeten Honigsorten waren Manuka und Jelly Bush aus Neuseeland beziehungsweise Australien. Beide sind zwar als medizinische Varianten erhältlich, werden jedoch in Krankenhäusern bisher kaum eingesetzt.


Mit der aktuellen Studie haben die Wissenschaftler erstmals gezeigt, dass der medizinische Honig in vielen Fällen antibiotische Cremes auf Wunden oder an Kathetern ersetzen könnte. In Anbetracht einer immer kürzeren Lebensdauer vieler Antibiotika sind alternative Behandlungswege gegen Infektionen unerlässlich, so die Forscher.

Wirkmechanismus unbekannt


Den getesteten Honigsorten ist gemein, dass sie von Bienen produziert werden, die sich von Pflanzen der Gattung Leptospermum - allgemein auch als Teebaum bekannt - ernähren. Bisher wissen die Forscher nicht genau, wie der Honig Infektionen vermeidet und abtötet.

Sie vermuten aber, dass ein Bestandteil namens Methylglyoxal eine Wechselwirkung mit anderen, bisher unbekannten, Bestandteilen des Honigs eingeht und so infektionsauslösende Bakterien daran hindert, neue Stämme zu bilden, die gegen den Honig resistent sind.
(idw - Australisch-Neuseeländischer Hochschulverbund/Institut Ranke-Heinemann, 02.07.2009 - DLO)
 
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