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Freitag, 24.03.2017
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Immer mehr Tote durch Alkohol

Einer von weltweit 25 Sterbefällen auf Alkohol zurückführbar

Weltweit wird mittlerweile einer von 25 Todesfällen durch Alkoholkonsum verursacht, ebenso wie fünf Prozent aller Krankheiten. Das Risiko steigt mit der durchschnittlich konsumierten Alkoholmenge unweigerlich an. Dies sind die wichtigsten Ergebnisse einer weltweiten Studie, über die jetzt die aktuelle Ausgabe der Fachzeitschrift „Lancet“ berichtet.
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Die industrielle Produktion von Alkohol und die Globalisierung im Marketing haben weltweit zu einem gesteigerten Konsum und damit zu einer nachweislichen Zunahme der mit Alkohol verbundenen Gesundheitsschäden geführt.

Trinkmuster und Alkokolmenge


Nach Angaben der Wissenschaftler um Professor Jürgen Rehm von der Technischen Universität (TU) Dresden und vom Centre for Addiction and Mental Health in Toronto spielen zur korrekten Betrachtung von Alkoholschäden zwei Dimensionen beim Konsum eine wichtige Rolle: Zum einen die Gesamtmenge und zum anderen die jeweiligen Trinkmuster, das heißt, wie Alkohol konsumiert wird.

Einige Erkrankungen und Verletzungen sind bereits per Definition alkoholindiziert - zum Beispiel alkoholbedingte Leberleiden - und würden ohne Alkoholkonsum überhaupt nicht auftreten. Eine Reihe weiterer Erkrankungen wird durch Alkoholkonsum nachweislich gesteigert, wie beispielsweise Mund- und Rachenkrebs, Darmkrebs, Brustkrebs, Depression und Schlaganfall. Es kommt nach Angaben der Wissenschaftler zudem zu mehr Autounfällen, Gewaltschäden, Vergiftungen und so weiter.


21,5 Drinks pro Woche


Weltweit, so errechneten die Forscher, liegt der durchschnittliche jährliche Pro-Kopf-Alkoholkonsum bei der erwachsenen Bevölkerung bei 6,2 Liter reinem Ethanol. Das entspricht wöchentlich circa zwölf so genannten „Standarddrinks“ - ein Drink enthält zehn Milliliter Ethanol.

In Europa ist der Pro-Kopf-Alkoholkonsum mit rund 21,5 Standarddrinks pro Woche fast doppelt so hoch. Weltweit konsumieren Männer zudem durchweg mehr Alkohol als Frauen. Frauen aus reichen Staaten trinken proportional mehr als Frauen aus Staaten mit niedrigem Pro-Kopf-Einkommen.

Erkrankungen häufen sich


Weiterhin sagt die Studie, dass einer von 25 Todesfällen durch Alkohol verursacht wird: Meist handelt es sich dabei um Unfälle durch Alkohol, Krebserkrankungen, kardiovaskuläre Erkrankungen und Leberzirrhosen. Die dem Alkohol zuzuordnenden Todesfälle sind seit 2000 klar gestiegen, so die Wissenschaftler in Lancet abschließend.
(idw - Technische Universität Dresden, 29.06.2009 - DLO)
 
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