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Donnerstag, 14.12.2017
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Mehrheit will saubere Diesel

FORSA-Umfrage belegt großes Interesse am Rußfilter

Umweltverträglichkeit und niedriger Spritverbrauch eines Fahrzeugs sind für Autokäufer in Deutschland wichtiger als ein niedriger Anschaffungspreis oder die Motorleistung. Die große Mehrheit der Autofahrer wünscht vor allem saubere Diesel und ist dafür zum Wechsel der Automarke bereit. Das ergab eine aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrage des Bundesumweltministeriums.
Für die Umfrage wählte Forsa einen repräsentativen Querschnitt von 1645 Autofahrern, darunter 566, die beim nächsten Autokauf ein Dieselfahrzeug kaufen wollen aus. Erhebungszeitraum war der 9. und 10. Juni 2004.

Autoabgase

Autoabgase

Bei der Frage danach, was einem beim Autokauf besonders wichtig sei, nannten die meisten Autofahrer, denen ein Auto zur Verfügung steht, die Zuverlässigkeit des Wagens (95 %), den niedrigen Kraftstoffverbrauch (90 %) und die Sicherheit des Fahrzeugs (89 %). 83 Prozent achten beim Autokauf besonders auf die Umweltverträglichkeit des Wagens und für 80 Prozent spielt vor allem ein geringer Ausstoß von krebserregenden Abgasen eine Rolle.

Für 63 Prozent ist entscheidend, dass der Anschaffungspreis möglichst niedrig ist. 61 Prozent achten besonders auf die Ausstattung und 58 Prozent auf Aussehen und Design. Für etwa die Hälfte der Autofahrer ist der zu erwartende Fahrspaß ein wichtiges Kriterium (51 %). Der Wiederverkaufswert (46 %), die Motorleistung (43 %) und die Automarke (42 %) sind etwas weniger als der Hälfte der Autofahrer wichtig.


Zwischen den Geschlechtern gibt es jedoch dabei deutliche Prioritätsunterschiede: Frauen nennen den Kraftstoffverbrauch, die Sicherheit, die Umweltverträglichkeit, gesundheitsverträgliche Abgase und den Anschaffungspreis des Wagens häufiger als Männer. Männer legen dagegen häufiger Wert auf das Design, den Fahrspaß, den Wiederverkaufswert und die Motorleistung.

Derzeit wird darüber diskutiert, Dieselfahrzeuge, die mit einem Partikelrußfilter ausgerüstet sind, steuerlich zu fördern. 69 Prozent derer, die sich als nächstes ein Dieselfahrzeug kaufen wollen, wären dazu bereit, Mehrkosten für einen Rußfilter in Kauf zu nehmen, auch wenn die steuerliche Förderung bis dahin noch nicht in Kraft getreten ist. 27 Prozent wären dazu nicht bereit. Bei den ostdeutschen und den unter 30-jährigen „Diesel-Käufern“ ist die Bereitschaft, auch dann ein Rußfilter-Modell zu wählen, wenn die Förderung bis zum Zeitpunkt des Autokaufes noch nicht in Kraft getreten ist, geringer als bei den anderen Gruppen. Auch bei den „Diesel-Käufern“ mit einem geringeren Haushaltsnettoeinkommen ist die Bereitschaft etwas niedriger als im Durchschnitt.

54 Prozent derer, die beabsichtigen, als nächstes ein Auto mit Dieselmotor zu kaufen, sagen, dass sie auf die normalerweise bevorzugte Automarke verzichten würden, wenn von dieser keine Dieselmodelle mit Rußfilter angeboten würden. 39 Prozent sagen dagegen, dass sie sich dann trotzdem für die Marke und gegen den Rußfilter entscheiden würden.
(BMU, 14.06.2004 - NPO)
 
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