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Dienstag, 17.07.2018
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Medientipp - Medizin/Genetik

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Das Schlafbuch

Warum wir schlafen und wie es uns am besten gelingt
von Peter Spork

Broschiert, 320 Seiten
Rowohlt TB-Verlag, 2008
Preis: € 9,95

“Warum verbringen wir ein Drittel unseres Lebens in einem passiven, unproduktiven, weitgehend schutzlosen Zustand?” Schon diese eine, bislang immer noch nicht restlos geklärte Frage ist spannend wie ein Thriller, um wieviel mehr all das, was zum Schlaf gehört: Steuerungsprozesse oder Träume. Verpackt in einer sehr verständlichen Lektüre, vielleicht ja auch Gute-Nacht-Lektüre.

Promovierter Neurobiologe ist er, Peter Spork, aber schon seit über 15 Jahren arbeitet er als Wissenschaftsjournalist und greift sich mit talentiertem Händchen attraktive Themen aus dem Bereich der Naturwissenschaft heraus. Das Schnarchen faszinierte ihn schon genauso wie unsere innere Uhr, nun ein zeitlos interessantes, kluges und gleichzeitig auch für Laien gut lesbares Buch rund um unseren Schlaf. Komprimiert, gut gegliedert und in kurzen Kapiteln präsentiert er neuste Forschungsergebnisse, viele immer noch großen Geheimnisse und gibt auf 320 Seiten, die anwendbar sind wie ein Ratgeber, Antworten auf viele Alltagsprobleme rund um Nickerchen und Tiefschlaf.

Schlafentzug ist tödlich, unser Schlaf- Rhythmus hat eine festgelegte „Architektur“, Schlaf bereitet auf den neuen Tag vor und auch das Lernen im Schlaf klappt, wenn auch nicht mit dem Buch unterm Kopfkissen. ‚Unser Gehirn verfestigt im weitgehend unerforschten Zustand des Schlafbewusstseins jene Dinge, mit denen wir es tags gefüttert haben.’ Die Bilanz aller Forschung gipfelt schließlich in einem Test zum Schluss des Buches: Welcher Schlaftyp sind Sie, brauchen Sie mehr Schlaf, oder schlafwandeln Sie gar? So thematisch angerissen und sensibel gemacht fürs eigene Verhalten oder vielleicht für Defizit und Störungen, runden Adressen von Selbsthilfegruppen und das Thema vertiefende Internet-Adressen das Buch ab.

Und dass das mit dem Schlaf alles keineswegs so auf die leichte Schulter zu nehmen ist, zeigen Veränderungen in Arbeitsabläufen, Umstellungen von Arbeitszeiten, eine veränderte Pausenkultur. „Im niedersächsischen Vechta dürfen...städtische Beamte in der Mittagspause ihre Isomatte hinter dem Schreibtisch für ein Nickerchen ausrollen.“ Nach diesem spannenden Buch lacht darüber bestimmt niemand mehr! - Barbara Wegmann aus der Amazon.de-Redaktion