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Dienstag, 30.08.2016
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Axolotl

Das Heilwunder aus Mexiko

Axolotl: Champion in Sachen Regeneration

Axolotl: Champion in Sachen Regeneration

Ein abgerissenes Bein wächst nach, eine zerstörte Leber regeneriert sich wieder: Was wie Zauberei anmutet, ist eine im Tierreich durchaus verbreitete Fähigkeit. Warum können das Menschen nicht? Oder anders gefragt: Werden das Menschen eines Tages können? Antworten darauf suchen Forscher am Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik. Ihr Untersuchungsobjekt trägt den Namen Axolotl und sieht aus wie ein Relikt aus längst vergangener Zeit.

Die Tiere gleichen ihrem eigenen Wachsabguss. Gelblich gefärbt, mit rosa, in Büscheln vom Kopf abstehenden Kiemen wirkt der Axolotl eigenartig unfertig – so, als hätte eine riesige Kaulquappe vergessen, sich zum Frosch zu entwickeln. Kaum zu glauben, dass die aus Mexiko stammende Salamanderart bereits seit fast 200 Jahren ein attraktives Objekt biologischer Forschung ist. Doch die Verwandten von Molchen und Fröschen haben Fähigkeiten, für die sich Biologen interessieren, seitdem Alexander von Humboldt im 19. Jahrhundert die ersten Exemplare nach Europa.

„Salamander sind in Sachen Regeneration die Champions unter den Wirbeltieren“, sagt Elly Tanaka vom Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik in Dresden. Selbst ein ausgewachsener, fußlanger Axolotl ist noch in der Lage, ein abgeschnittenes Bein, den kompletten Schwanz, ein Stück Kiefer, ein verlorenes Auge oder sogar Teile des Herzens innerhalb weniger Wochen nachwachsen zu lassen.

Das Interesse an dieser verblüffenden Regenerationsfähigkeit der Amphibien wird durch aktuelle Entwicklungen noch verstärkt. Denn auch Menschen besitzen nach neueren Forschungsergebnissen in vielen Organen von der Leber bis zum Gehirn außergewöhnliche Zellen, die möglicherweise zur Regeneration fähig sind. Welches Potenzial diese so genannten Stammzellen wirklich haben, muss sich freilich erst noch zeigen...
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Klaus Koch/MaxPlanckForschung
Stand: 10.09.2004
 
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