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Donnerstag, 09.02.2012
Europas modernstes Wetterradar überwacht Deutschland
DWD investiert 27 Millionen Euro für Verbesserung der Wetterbeobachtung
Die Bundesrepublik Deutschland verfügt demnächst über den modernsten Wetterradarverbund Europas. Das gab jetzt der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach bekannt. Möglich wird dies durch gleich 18 neue Wetterradarsysteme, die der DWD soeben von der US-amerikanischen Enterprise Electronics Corporation (EEC) in Alabama erworben hat.

DWD-Wetterstation
DWD-Wetterstation
© DWD DWD-Wetterstation
„Wir haben den Vertrag heute unterzeichnet“, erklärte DWD-Präsident Wolfgang Kusch am 15. September 2008. „Das ist eine sinnvolle Investition in die Daseinsvorsorge in unserem Land.“ Ziel der „Wetterfrösche“ ist es, mithilfe immer präziserer Beobachtungstechnik die Wettervorhersagen und Unwetterwarnungen weiter zu verbessern.

Alte Anlagen werden erneuert
Schon jetzt besitzt unser nationaler Wetterdienst ein bundesweites Netz von insgesamt 17 Wetterradarsystemen, die aber bereits bis zu 22 Jahre alt sind. Die bestehenden Anlagen werden nun in den kommenden vier Jahren Schritt für Schritt ersetzt. Fünf bisherige Standorte müssen für die neuen Geräte verlegt und im Allgäu ein weiterer geschaffen werden.

Die Meteorologen wollen durch diese Veränderungen die Atmosphäre und das Wetter über dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland rund um die Uhr noch genauer und vollständiger erfassen. In das gesamte Projekt investiert der DWD rund 27 Millionen Euro.

Wetterradar beobachtet Deutschland flächendeckend
Der Wetterradarverbund des DWD ist neben den Wetterstationen, Wettersatelliten und Wetterballons das wichtigste Instrument zur Beobachtung und Überwachung des Wettergeschehens.

„Wetterradar wird gerade bei der Beobachtung des aktuellen Wetters und damit auch für die Wettervorhersage immer wichtiger. Für bessere Wettervorhersagen oder Unwetterwarnungen benötigen wir nicht noch mehr Wetterstationen, die nur an ihrem jeweiligen Standort messen. Viel wichtiger ist ein Beobachtungsinstrument wie der Wetterradarverbund, der ganz Deutschland abdeckt und keine weißen Flecken auf der Landkarte kennt“, sagte Kusch im Rahmen der Vertragsunterzeichnung.
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Erdüberwachung - September 2008
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