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Mittwoch, 19.09.2018
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Vollmond, Milchstraße und zweimal ALMA

ALMA-Radioteleskope vor dem Nachthimmel der Atacama

Sie lauschen in den Kosmos: Diese Aufnahme zeigt zwei der Antennen des Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA) in Chile, die auf das leuchtende Band der Milchstraße gerichtet sind. Zwischen ihnen steht der Vollmond über dem rötlichen schimmernden Horizont und erstrahlt über dem Observatorium.

Die 66 beweglichen Teleskope des ALMA-Observatoriums stehen auf der Chajnantor-Hochebene in den chilenischen Anden. Hier, in rund 5.000 Meter Höhe, ist der Himmel fast immer kristallklar und wolkenlos. Für Astronomen ist dies daher ein idealer Standort: Nahezu 24 Stunden am Tag können sie mit ALMA weit ins All hinausblicken und dabei selbst durch dichte Staubwolken schauen. Den ALMA-Daten verdanken wir unter anderem tiefe Einblicke in das Herz einer Supernova, den Fund des ältesten Sauerstoffs im Kosmos, aber auch ganz neue Ansichten unseres Heimatsterns, der Sonne.

Nicht im Radiowellen-Bereich, sondern im sichtbaren Licht hat hier der Astrofotograf Yuri Beletsky ALMA für die ESO abgelichtet. Zu sehen sind hier zwei Antennen, über denen hoch am Himmel das eindrucksvolle Band der Milchstraße steht. Das Zentrum unserer Heimatgalaxie ist durch Gas und verschlungene Staubwolken gekennzeichnet und tritt deutlich aus dem sternenübersäten Hintergrund hervor.

Die rosa Flecken im Milchstraßenband zeigen Gebiete heißen ionisierten Gases an, das von jungen Sternen erzeugt wird. Der hellste Teil der Milchstraße — das eigentliche Herz unserer Galaxis — ist etwa 25.000 Lichtjahre von der Erde entfernt.