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Montag, 05.12.2016
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Die Ouachita Mountains

Vom Meeresgrund über das Hochgebirge zum „Tischtuch“

Noch vor 300 Millionen Jahren waren sie ein hochaufragendes Gebirge, heute aber gleichen die Ouachita Mountains in Oklahoma eher einem gefalteten Tischtuch. Gestaucht und stark erodiert, ist diese von Rippen und Wellen durchzogene Landschaft ein Relikt eines Gebirgszuges, der einst von Texas bis nach Kanada reichte.

Die Ouachita Mountains sind das Ergebnis einer komplexen Entwicklung, die hunderte von Millionen Jahren dauerte. In der Zeit lange vor dem Auftreten der ersten Dinosaurier lag diese Region Amerikas noch am Grund eines Urzeitmeeres. Von vor 550 bis vor 340 Millionen Jahren sammelten sich hier allmählich immer mehr Sedimente an, einige eingetragen von den umgebenden Landmassen, andere hinabgesunken aus der belebten Zone des Meeres.

Doch dann änderte sich die Lage: Der Superkontinent Pangäa begann sich zu bilden und Nordamerika stieß mit einer anderen, von Osten heran driftenden tektonischen Platte zusammen. Der Druck der Kollision hob den urzeitlichen Meeresboden immer weiter an, bis ein hoch aufragendes Gebirge entstand. Zu diesem gehörten auch die Appalachen, die jedoch vor 200 Millionen Jahren, beim Auseinanderbrechen von Pangäa von den Ouachita Mountains getrennt wurden.

Auch die aufragenden Gipfel des einstigen Hochgebirges blieben nicht lange erhalten: Die Kräfte der Erosion trugen einen Großteil der weicheren Sedimentgesteine wieder ab. Dieses selektive Abtragen erzeugte allmählich die heutige charakteristisch rippenförmige Gestalt der Ouachita Mountains.

Diese Aufnahme wurde vom Advanced Spaceborne Thermal Emission and Reflection Radiometer (ASTER) an Bord des Terra-Satelliten der NASA erstellt. Sie kombiniert infrarote, rote und grüne Wellenlängen des Lichts und wurde so bearbeitet, dass sie die Landschaft in nahezu natürlichen Farben abbildet.