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Mittwoch, 29.06.2016
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Auge in Auge mit einem nächtlichen Blutsauger

REM-Aufnahme einer Bettwanze und ihres Saugrüssels

Der Angriff erfolgt nachts, wenn wir schlafen: Dann kommen die Bettwanzen aus ihrem Versteck und suchen sich ihre Blutmahlzeit. Ihre Stiche hinterlassen stark juckende Quaddeln. Zu Gesicht bekommt man die Tiere fast nie, denn sie sind sehr lichtscheu. Diese rasterelektronenmikroskopische Aufnahme zeigt nun ihre Mundwerkzeuge in „voller Schönheit“.

Noch bis ins letzte Jahrhundert hinein waren Bettwanzen, wissenschaftlich Cimex lectularius, auch bei uns in Mitteleuropa weit verbreitet. Dann sorgten bessere Hygiene und vor allem Insektizide wie DDT für ihren Rückgang. Inzwischen allerdings sind die Blutsauger wieder auf dem Vormarsch, vor allem in den Hotels der Großstädte. Besucher aus südlichen Ländern oder heimkehrende Urlauber bieten ihnen beste Gelegenheit, als „Blinde Passagiere“ mitreisen.

Wir Menschen haben dabei kaum eine Chance, die ungebetenen Mitreisenden rechtzeitig zu bemerken. Ist die Bettwanze einmal bei uns angekommen, hilft auch beste Hygiene nichts mehr, dann muss der Schädlingsbekämpfer kommen.

Die Stiche der Bettwanzen jucken nicht nur stark, weil der Körper auf das Speichelsekret der Tiere reagiert, sie können auch Krankheiten übertragen. Mehr als 28 verschiedene Erreger haben Wissenschaftler bereits in den Tieren nachgewiesen, darunter auch Hepatitis-Formen.