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Dienstag, 30.08.2016
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„Arktische Oszillation“ bringt Schnee und Winterkälte

Satellitendaten belegen Temperatur-Anomalien der letzen Wochen

Schnee, Schnee und nochmals Schnee prägten den Jahreswechsel und die erste Januarwoche in Deutschland und weiten Teilen Mitteleuropas. Auch in Asien und Nordamerika ist es noch immer deutlich kälter und schneereicher als gewöhnlich. Wie sehr diese Bedingungen vom langjährigen Durchschnitt abweichen, zeigt diese Grafik der NASA. Sie enthüllt auch, dass die Arktis und vor allem Grönland währenddessen eine ungewöhnliche Wärmeperiode erleben.

Diese Abbildung zeigt die Dezembertemperaturen im Vergleich zum Mehrjahresdurchschnitt der Jahre 2000 bis 2008. Ermittelt wurden sie durch das Moderate Resolution Imaging Spectroradiometer (MODIS) an Bord des Terra-Satelliten der NASA. Blau markiert Abweichungen vom Mittelwert ins Kalte, rot ins Warme. Verantwortlich für diese Anomalien ist ein wiederkehrendes Klimaphänomen der Nordhalbkugel, die so genannte Arktische oder Nordatlantik-Oszillation (NAO). Sie ist definiert als Druckunterschied zwischen einem Hochdrucksystem in den mittleren Breiten der Nordhalbkugel und einem Tief über der Arktis.

Ist der Druckunterschied zwischen beiden Systemen geringer als normal, kann kalte Luft aus den Polargebieten weit nach Süden strömen und im Gegenzug fließt wärmere Luft aus den mittleren Breiten nach Norden. Eine solche starke „negative“ Arktische Oszillation herrscht seit Dezember 2009 und bringt Schnee und kalte Luft bis weit in den Süden unseres Kontinents.