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Freitag, 10.02.2012
Eisige Barriere im tiefen Süden der Erde     13 / 49  
Der Perito-Moreno-Gletscher in Patagonien
© Harald Frater
Noch liegt er wie eine blauweiße Barriere vor dem dunklen Hintergrund der Berge: der Perito-Moreno-Gletscher in Patagonien. Er ist Teil des Nationalparks Los Glaciares und damit UNESCO-Weltnaturerbe. Noch ist er einer der wenigen Gletscher außerhalb der Antarktis und Grönlands, der wächst statt rasant zu schrumpfen. Doch wie lange noch?

Der 60 Kilometer lange Gletscher mündet in den See Lago Argentino, wo er eine langgestreckte Zunge bildet. Diese blockiert einen Zufluss des Sees, den Brazo Rico, und staut ihn allmählich auf. Alle paar Jahre bricht dann das Wasser plötzlich durch diese Eisbarriere und ergießt sich in einer Sturzflut in den See. Zuletzt ereignete sich dieses Naturschauspiel im Juli 2008 – und damit zum allerersten Mal im Winter. Möglicherweise tragen die auch in Patagonien immer milder werdenden Temperaturen zu dieser Entwicklung bei.
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