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Sonntag, 28.08.2016
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Zerklüftete Vulkanlandschaft als Zufluchtsstätte

Ein Blick auf das Semien-Gebirge, Weltnaturerbe in Äthiopien

Einst entstanden durch gewaltige Lavaströme, ist das äthiopische Semien Gebirge heute ein einzigartiger Lebensraum und ein Teil des Weltnaturerbes. Gleich mehrere hochgradig gefährdete Tierarten leben hier, in der zerklüfteten, von Canyons durchzogenen Hochebene.

Der höchste Berg Äthiopiens, der 4.533 Meter hohe Ras Dashen, ist ein Teil dieser Hochebene, die auf einer Schicht aus mehr als 3.000 Meter dickem Basalt-Gestein liegt. Vor rund 31 Millionen Jahren strömten hier relativ schnell große Mengen Lava aus der Erde, als die tektonische Platte, auf der das heutige Äthiopien liegt, sich über einen Hotspot im Erdmantel bewegte. An diesem so genannten Afar-Hotspot steigt heiße Magma aus dem Erdmantel auf und brennt sich seinen Weg an die Erdoberfläche. Als Folge hob sich das Plateau und Lava trat aus.

Obwohl das Plateau auf gleicher geografischer Breite wie die Sahara und die Arabische Wüste liegt, herrscht hier ein kühles, feuchtes Klima. Tatsächlich ist es sogar einer der wenigen Orte in Afrika, in denen es im Winter regelmäßig schneit. Das Grün der Vegetation auf den Berghängen hebt sich daher in diesem Bild deutlich vom Braun der tief eingeschnittenen Canyons ab. Sie liegen bis zu 2.000 Meter tiefer als das Plateau und besitzen daher ein heißes und trockenes Mikroklima.

Der Nationalpark Semien-Berge gehört zum UN-Weltnaturerbe. Neben der einzigartigen Schönheit der Landschaft bietet das Gebirge auch einer Reihe von seltenen, hochgradig gefährdeten Tierarten Zuflucht. Hier leben unter anderem der Blutbrustpavian (Theropithecus gelada) und der Walia Steinbock, aber auch der Äthiopische Wolf, der als einer der bedrohtesten Wolfsartigen weltweit gilt.

Die Aufnahme wurde von Astronauten an Bord der Internationalen Raumstation ISS gemacht.