| 10.08.2010 |
| Russland: Waldbrände nehmen immer dramatischere Ausmaße an |
| 55 Tote, 7.600 Quadratkilometer zerstörte Fläche und 26.000 Feuer insgesamt: Die Wald- und Torfbrände in Russland haben sich mittlerweile zu den schlimmsten in der Geschichte des Landes entwickelt. Und ein Ende der Katastrophe ist nach wie vor nicht in Sicht. Denn noch immer lodern landesweit hunderte Feuer, die für gewaltige Rauchwolken und giften Smog auch in Städten wie Moskau oder Jekaterinburg am Ural sorgen. Aufgrund der enormen Luftbelastung sterben beispielsweise in der russischen Hauptstadt zurzeit doppelt so viele Menschen wie unter normalen Bedingungen. Längst haben zudem die Sachschäden durch die Flammen zweistellige Milliardenhöhe erreicht – mindestens. Experten fürchten zudem, dass die Brände auf radioaktiv verseuchte Gebiete oder Atomanlagen übergreifen könnten. In der Nähe solcher Standorte werden die Flammen noch intensiver bekämpft als im Rest des Landes. Als besonders gefährdet gilt die Wiederaufbereitungsanlage in Majak rund 1.500 Kilometer östlich von Moskau. Dort hatte es vor mehr als 50 Jahren einen großen Atomunfall gegeben und die Großregion gilt seitdem als hochgradig verstrahlt. Vertreter der Umweltschutzorganisation Greenpeace warnten bereits vor nuklearem Fallout, falls die Feuer diese Region tatsächlich erreichen sollten. Zurzeit sind sie noch rund 80 Kilometer davon entfernt. |
| (DLO) |